Sebastian Vettel - Ferrari - GP Bahrain 2017 - Qualifying sutton-images.com
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Valtteri Bottas - Mercedes - GP Bahrain 2017 - Qualifying
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Ferrari mit Turbolader-Problemen

Vettel fehlt eine halbe Sekunde

Das Siegerfoto der Qualifikation ist zum dritten Mal das gleiche. Aber in anderer Zusammensetzung. Sebastian Vettel landete diesmal nur auf Platz 3. Dem Ferrari-Piloten fehlte fast eine halbe Sekunde auf die Mercedes.

Silber-silber-rot. Das sind die Standardfarben beim Siegerfoto nach der Qualifikation. Bei den ersten beiden Rennen stand der Mann im roten Overall immer rechts vom Trainingsschnellsten. Diesmal nahm Sebastian Vettel seinen Platz links neben den beiden Mercedes-Piloten ein. Das war nicht der einzige Unterschied zu Melbourne und Shanghai. Während in Australien 0,293 und in Shanghai 0,186 Sekunden fehlten, war es in Bahrain fast eine halbe Sekunde. Um genau zu sein: 0,478 Sekunden.

Sebastian Vettel hatte auch keine schlüssige Antwort dafür, warum der Abstand diesmal größer ausfiel. „Wir haben mehr Zeit als üblich auf den Geraden verloren. Im Mittelsektor waren wir dabei.“ Am Topspeed kann es nicht gelegen haben. Vettel wurde am Ende der Zielgeraden um 0,8 km/h schneller gestoppt als der Trainingsschnellste Valtteri Bottas. Auf den kürzeren Geraden aber hatten die Mercedes die Nase vorn. Am Messpunkt 1 um 2,7 km/h, an der zweiten Messstelle um 3,7 km/h und auf dem Zielstrich um 2,6 km/h. Im kurvenreichen zweiten Sektor büßte Vettel lediglich 7 Hundertstel auf Bottas ein. Was für eine gute Balance spricht.

Ferrari wechselt Motoren und Turbolader

Da Motorleistung für Ferrari bei den ersten beiden Rennen kein großes Handikap war, kann man nur Vermutungen anstellen. An Kimi Räikkönens Auto überhitzte im ersten Training der Turbolader. Ferrari tauschte als Vorsichtsmaßnahme gleich die gesamte Antriebseinheit aus. Am Samstagmorgen meldete der Motor-Report der FIA, dass Ferrari auch in Vettels Fahrzeug die zweite Einheit von Turbolader, MGU-H und Batterie eingebaut hatte. Möglicherweise hat man im gleichen Atemzug auch entschieden, etwas die Leistung zurückzufahren. Das würde den Zeitverlust auf den Geraden erklären.

Laut Vettel ist der frühe Tausch noch nicht besorgniserregend: „Es war kein geplanter Wechsel. Aber das ist halt manchmal der Preis für eine aggressive Entwicklung. Wir haben dafür deutlich mehr Power als im letzten Jahr.“ Trotzdem schränkt der Rückgriff auf neue Elemente der Antriebseinheit im dritten Rennen des Jahres Ferrari in seinem Entwicklungsspielraum ein. Wenn beim GP Kanada eine erste Ausbaustufe kommen soll, dann wären Vettel und Räikkönen mit einigen Komponenten schon in der dritten von vier erlaubten Einheiten.

Räikkönen unzufrieden mit sich selbst

Vettel sieht trotz des Respektabstandes zu Mercedes und den starken Longruns von Mercedes noch eine Siegchance. „Das Auto fühlte sich gut an. Besser als der tatsächliche Abstand. Das könnte uns im Rennen helfen.“ Der Melbourne-Sieger hat in seiner letzten Qualifikationsrunde möglicherweise auch noch Zeit liegen lassen. „Da die Lücke hinter mir groß genug war, konnte ich etwas riskieren. Vielleicht habe ich ein bisschen zu viel attackiert und dabei Zeit verloren.“

Kimi Räikkönen machte zum dritten Mal in diesem Jahr ein langes Gesicht. Der Finne startet mit 0,320 Sekunden Rückstand auf Vettel nur vom fünften Platz und hat sogar einen Red Bull vor der Nase. „Das Auto war eigentlich gut, aber ich habe nicht genug aus ihm rausgeholt.“ Räikkönen beklagte erneut Untersteuern, räumte aber ein: „Es war diesmal nicht so schlimm wie bei den Rennen zuvor. Nur wenn ich attackiert habe, hat das Auto nicht ganz gepasst.“

Motorsport Aktuell Valtteri Bottas - Mercedes - GP Bahrain 2017 - Qualifying Valtteri Bottas mit erster Pole-Position „Er war der schnellere Mann“

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