Ferrari-Motor für Toro Rosso?

"Es gibt nur eine gesamtheitliche Lösung"

Toro Rosso - Formel 1 - 2015 Foto: xpb 23 Bilder

Sochi war für Red Bull nicht das ideale Pflaster. Motorleistung und Spritverbrauch spielen eine zu große Rolle. Im Motorendrama wird es laut Teamberater Helmut Marko keine Alleingänge geben. "Es gibt nur eine gesamtheitliche Lösung."

Eigentlich ist Red Bull mit einem blauen Auge in Sochi davongekommen. Platz 5 für Daniil Kvyat ist mehr, als man erwarten durfte. "Uns killt auf diesen Strecken die Qualifikation. Von den Startplätzen 10 und 11 kannst du nicht mehr aufs Podium fahren. Dummerweise hat nicht mehr nur Mercedes einen Quali-Modus, sondern auch Ferrari", stöhnte Teamberater Helmut Marko.

Auf dem Platz von Kvyat wäre eigentlich Teamkollege Daniel Ricciardo gelandet, der dank seines frühen Reifenwechsels wie Sergio Perez nach vorne gespült wurde. "Unser Reifenpoker wäre aufgegangen. Wir waren bis zum Ausfall trotz der alten Reifen immer noch schnell unterwegs", beteuerte Ricciardo. Der Australier musste seinen Red Bull jedoch vorzeitig abstellen. "Ausgangs Kurve vier fühlte sich das Auto hinten links ganz weich an. Irgendetwas an der Aufhängung war kaputt. Komisch, denn ich hatte nirgendwo Kontakt."

Sochi zählte nicht zu den Strecken, die Red Bull favorisiert. Es gibt zu viele Geraden. Da zählt Motorleistung und im Rennen auch der Verbrauch. Acht Runden hinter dem Safety Car haben die Aufgabe einfacher gemacht.

Noch kein Motor für Red Bull in Sicht

Am Renntag in Sochi war die Motorenfrage bei Red Bull immer noch nicht gelöst. "Keine News sind vielleicht gute News", grinste Teamchef Christian Horner mit Galgenhumor. Da schwingt die Hoffnung mit, dass sich am Ende der gesunde Menschenverstand der Drahtzieher durchsetzt. Bernie Ecclestone wird noch einmal Druck bei den Autovorständen machen, um der Formel 1 die größte Peinlichkeit ihrer Geschichte zu ersparen.

Die Gerüchte, dass sich Red Bull wieder mit Renault zusammenraufen wird und Toro Rosso diese Woche mit Ferrari abschließt, wollte Marko nicht genau kommentieren. Sollte Ferrari nun doch plötzlich in der Lage sein, Toro Rosso als viertes Team mit 2015er Motoren zu versorgen, dann könnte sich Maranello nicht mehr hinter Kapazitätsproblemen verstecken.

Dann wäre klar, dass Red Bull nicht gewünscht ist, weil man interne Konkurrenz verhindern will. "Die Beweggründe, warum uns keiner Motoren geben will, liegen auf der Hand. Wir sind einfach zu stark", bedauert Marko.

Kein Alleingang von Toro Rosso

Alleingänge von Toro Rosso wird es nach Aussagen des starken Mannes bei Red Bull nicht geben. "Mir sind die Vorstellungen von Herrn Tost nicht geläufig. Klar ist, dass es nur einen gesamtheitliche Lösung für Red Bull und Toro Rosso geben kann."

Eine Prozentzahl für die Wahrscheinlichkeit, dass Red Bull doch noch Motoren bekommt, will Marko nicht angeben. "Wir waren schon ein paar Mal nah dran, und dann ist doch nichts passiert." Und was sagt er zu den Aussagen von Bernie Ecclestone, dass im nächsten Jahr 22 Autos am Start stehen? "Bernies Wort in Gottes Ohr."

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