Ferrari

Motorwechsel ohne Strafe

Foto: Daniel Reinhard 45 Bilder

Nach seinem Malheur beim Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours wird Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen beim kommenden Lauf in Silverstone mit einem frischen Aggregat an den Start gehen dürfen.

Kimi Räikkönen musste 36 Runden lang zittern. Der Ferrari-Pilot fuhr das halbe Rennen lang mit einem gebrochenen Auspuff. Auf der rechten Seite hatte sich das Endrohr losvibriert. Der Motor lief damit rund 160 Kilometer lang unter verschärften Bedingungen. Obwohl Räikkönen den Rest des Rennens nicht mehr mit maximaler Drehzahl fuhr und auf Anraten der Ingenieure das Gemisch auf fett stellte, um die Temperaturen auf der Auslass-Seite zu senken, war der Ferrari-V8 im roten Bereich. Weil mitsamt dem Endrohr auch die Lambdasonde und der Temperaturfühler abgerissen wurden, bekam die Elektronik nur noch eingeschränkte Daten. Selbst Ferrari-Ingenieure sprachen von einem Wunder, dass der Motor bis ins Ziel gehalten hat.

Räikkönen hatte nach seinem Ausfall beim GP Kanada einen frischen Motor im Auto. Damit müsste das Triebwerk auch noch das Silverstone-Wochenende in 14 Tagen überstehen. Teamchef Stefano Domenicali kündigte jedoch bereits kurz nach dem GP Frankreich an, dass man aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich das Triebwerk tauschen wird. Normalerweise kostet ein Motortausch innerhalb des Arbeitszyklus von zwei GP-Wochenenden zehn Startplätze. Räikkönen käme trotzdem ungeschoren davon. Seit dieser Saison hat jedes Team pro Auto einen Motorwechsel frei. Damit der Triebwerkstausch nicht für taktische Gründe missbraucht wird, muss es der jeweils erste Motorschaden sein.

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