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Ferrari muss Turbo nachrüsten

2 Kilogramm Extragewicht

Ferrari muss nach einem Turboladerschaden bei den Testfahrten in Silverstone nachrüsten. Weil Trümmerteile die Abdeckung durchschlagen hatten, baute Ferrari für den Hungaroring einen stabileren Rahmen um die Lader. Der kostet 2 Kilogramm extra an ungünstiger Stelle.

Ferrari hat es nicht leicht. Am Rennwochenende in Silverstone gingen im Auto von Sebastian Vettel 2 Getriebe kaputt. Bei den Testfahrten im Anschluss explodierte ein Turbolader. Einer der neuen Lader, die erst in Montreal Premiere feierten.

Vettel ab Samstag mit dem vierten Turbolader

Der Schaden war so kapital, dass Trümmerteile die Abdeckung durchschlugen, die von der FIA aus Sicherheitsgründen verlangt wird. Ferrari musste deshalb bis zum GP Ungarn nachrüsten.

Das Gehäuse rund um den Turbolader ist jetzt stabiler. Das kostet zwei Kilogramm zusätzlich – und das Ganze auch noch an ungünstiger Stelle. Der Turbolader ist an einer relativ hohen Stelle unter der Haube angebracht.

Offenbar bauen Ferrari und sein Satellitenteam HaasF1 ab Samstag auch neue Turbolader ein. Möglicherweise mit Modifikationen, die eine Wiederholung des Schadens ausschließen. Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean und Esteban Gutierrez wären dann bereits beim jeweils vierten Turbolader angelangt.

Getriebe ebenfalls modifiziert

Auch beim Getriebe hat Ferrari reagiert. An kritischen Stellen wurden die Teile verstärkt. Man hört, dass einige Innereien zu schwach dimensioniert waren, so dass sich Lager beim Schalten unter hohen Fliehkräften festgerieben haben.

Es gibt auch Gerüchte, dass sich das Getriebegehäuse im Ferrari unter zu großer Last verwindet. Was erklären würde, warum die Kundenteams wesentlich weniger Ärger mit dem Getriebe haben. Sie sind in den Kurven auch viel langsamer als das Werksauto.

Die neuen Schaltboxen sollen bei nächster Gelegenheit zum Einsatz kommen. Bei Sebastian Vettel schon am Hungaroring. Wegen des Schadens in Silverstone darf er in Ungarn straffrei eine neue Kraftübertragung einsetzen. Kimi Räikkönen muss sein Getriebe noch bis zum GP Deutschland fahren. Bis dahin heißt es an den kritischen Stellen wie in Silverstone aufpassen.

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