Bottas, Vettel & Massa - GP Russland 2017
Valtteri Bottas - GP Russland 2017
Vettel & Bottas - GP Russland 2017
Valtteri Bottas - GP Russland 2017
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Ferrari-Niederlage in Russland

Vettel zeigt Massa den Finger

Ferrari ist als Favorit in das Rennen von Sotschi gestartet. Am Ende mussten sich Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen mit den Plätzen 2 und 3 begnügen. Für Extra-Frust beim Heppenheimer sorgte die Überrundung von Felipe Massa.

Die ersten beiden Siege in dieser Saison hatte Sebastian Vettel aus der Außenseiter-Rolle gelandet. Doch mittlerweile sind die Ansprüche beim vierfachen Weltmeister gestiegen. Nach der guten Leistung im Qualifying und der reinen ersten Ferrari-Startreihe hatten in Sotschi alle mit einem weiteren Sieg der Autos aus Maranello gerechnet. Doch dann funkte Valtteri Bottas dazwischen.

Die Entscheidung im Duell Rot gegen Silber fiel schon auf den ersten Metern. „Mein Start war eigentlich gar nicht so schlecht. Aber bei der Anfahrt auf die erste Kurve hatte ich das Gefühl, dass ich ein Zelt hinter mir aufgespannt habe. Valtteri hat den Windschatten gut ausgenutzt. Ich dachte, dass ich beim Anbremsen auf die erste Kurve noch um den Platz kämpfen kann, aber dann ist er einfach vor mir eingeschert.“

Verzögerung bei Startampel

Vettel beklagte, dass er schon bei der Startübung in die Formationsrunde aus dem Rhythmus kam. „Mir wird die Uhrzeit im Auto angezeigt. Als es 14 Uhr war, sind die Lichter der Ampel aber nicht ausgegangen. Ich war bereit, aber irgendwo gab es eine Verzögerung. Ich habe deshalb nicht richtig gespürt, wie viel Grip der Asphalt in der Startaufstellung bot.“

Vettel suchte aber nicht nur Ausreden sondern erkannte die Leistung seines Kontrahenten fair an: „Im ersten Stint konnte ich nicht mit ihm mithalten. Da hat Valtteri ein unglaubliches Tempo vorgelegt. Er ist ein fantastisches Rennen gefahren und ist der verdiente Sieger. Er war der Mann des Tages heute. Für uns ist die Niederlage natürlich nicht so leicht zu schlucken.“

Vettel ist der Meinung, dass er das Rennen wohl gewonnen hätte, wäre er in der ersten Kurve vorne geblieben – trotz des Pace-Vorteils von Bottas im ersten Stint. „Am Ende war ich ja auch deutlich schneller als er und bin nicht vorbeigekommen. Es ist hier unglaublich schwierig an den Vordermann heranzufahren und zu überholen. Die Track-Position ist deshalb sehr wichtig.“

Massa verhindert Last-Minute-Attacke von Vettel

Wie schwierig das Überholen ist, zeigte sich auch bei den Überrundungen am Ende des Rennens. Immer wieder veränderte sich der Abstand zwischen Bottas und Vettel, je nachdem wer besser an den langsameren Autos vorbei kam. „Wenn man 2 Sekunden hinter einem anderen Auto war, begann man schon zu rutschen. Die blauen Flaggen wurden aber erst innerhalb einer Sekunde geschwenkt“, beklagte sich Vettel.

In der allerletzten Runde war der Heppenheimer dank DRS plötzlich ganz nah dran an Bottas. Doch dann stand die Überrundung von Felipe Massa an. Bottas ging am Ende der Geraden vorbei, Vettel konnte nicht mitziehen. Plötzlich steckte der Williams im Sandwich der beiden Sieganwärter. Erst in Kurve 4 kam Vettel vorbei. Über Funk ließ der Deutsche seinen Ärger über Massa freien Lauf. Dazu gab es den ausgestreckten Mittelfinger in Richtung des Brasilianers.

Massa: „Vettel beschwert sich gerne mal“

Vettel ist bekannt für seine Emotionen im Cockpit. Nach der Zieldurchfahrt hatte er sich schon wieder beruhigt. „Ich hatte gehofft, dass ich eine Überholmöglichkeit auf der Gegengeraden bekomme. Ich war mir sicher, dass Felipe vom Gas geht und mich in Kurve 3 vorbeilässt. Doch dann war ich nicht sicher, was er vorhat. Ich habe dadurch mehr Zeit verloren, als ich wollte. Aber am Ende spielt das keine Rolle.“

Massa selbst konnte nur lachen, als er mit den fluchenden Funksprüchen Vettels konfrontiert wurde. „Sebastian liebt es ja, sich über Funk zu beschweren. Das ist nicht überraschend. Ich bin extra vom Gas gegangen und habe ihm die ganze Seite aufgemacht. Ich dachte, er würde innen reinfahren, aber dann hat er gezögert. Ich bin dann ganz an den linken Rand gefahren.“

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