Ferrari

Noch keine Stallorder

Foto: Wolfgang Wilhelm 55 Bilder

Ferrari gibt seinen Formel-1-Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen im WM-Rennen freie Fahrt. "Im Moment gibt es keinen Plan so etwas wie eine Strategie zwischen den beiden aufzustellen", sagt Generaldirektor Jean Todt.

Auf eine Nummer eins in der entscheidenden Phase des Kampfs um die Krone in der "Königsklasse" will sich der Franzose nicht festlegen. "Beide wollen gewinnen und sie haben definitiv die gleiche Chance", betonte Todt.

Während beim Rivalen McLaren-Mercedes die beiden Streithähne Lewis Hamilton und Fernando Alonso bereits von der Teamleitung in die Pflicht genommen werden mussten, wollen sich Massa oder Räikkönen offenbar auf friedlichem Weg küren. Von verbalen Scharmützeln oder Manövern auf der Strecke wie zwischen dem englischen WM-Spitzenreiter Hamilton und seinem spanischen Kollegen Alonso keine Spur bei der Scuderia. Auch Attacken in Richtung der Verantwortlichen blieben aus.

Rückstand durch Team-Fehler

Gründe genug hätte es dafür eigentlich gegeben. Allen voran die verpatzte Massa-Qualifikation durch eine Tank-Nachlässigkeit in Budapest. Bislang blieb der Brasilianer einmal ohne Punkte, einmal wurde er durch eigenes Verschulden disqualifiziert. Kollege Räikkönen erreichte zwei Mal nicht das Ziel. "Die meisten Probleme, die sie hatten, kamen zu Stande, weil wir Fehler gemacht haben", lastete Todt dem Team die meiste Schuld an.

Zwar hätten auch die beiden Piloten, die am Sonntag beim Großen Preis der Türkei in Istanbul einen makellosen Doppelerfolg - dem zweiten nach dem Frankreich-Grand Prix in dieser Saison - herausfuhren, Fehler gemacht. Aber das sei etwas ganz normales. "Wir sind alle Menschen", betont Todt.

Hoffnung vor Heim-Grand Prix

Wohl auch dank der vom Generaldirektor hervorgehobenen Harmonie schöpft Ferrari vor dem Heimrennen am 9. September neue Hoffnung. Im Klassement der Fahrer rangieren Massa und der Finne Räikkönen auf den Rängen drei und vier. Der Rückstand auf Spitzenreiter Hamilton (84) beträgt 15 und 16 Punkte. Der zweimalige Weltmeister Alonso ist vor dem 13. von 17 WM-Läufen Zweiter mit 79 Punkten. Jeder aus dem Führungsquartett fuhr bislang schon drei Siege ein, einen anderen Gewinner als in rot oder silber gab es in dieser Saison noch nicht.

In der Konstrukteurswertung verkürzte Ferrari bis auf elf Punkte auf McLaren-Mercedes. Die Silberpfeile könnten allerdings noch auf durch eine entsprechende Entscheidung im Berufungsverfahren wegen der Boxen-Blockade von Budapest 15 Zähler dazu bekommen. "Die WM ist noch immer offen. Es wird hart, aber es ist immer hart", meint Todt, der zuletzt 2004 den WM-Titel in beiden Wertungen bejubeln durfte. Damals mit Michael Schumacher. Bei dem deutschen Rekordweltmeister hatte sich die Frage nach der Nummer eins im Ferrari-Team nicht gestellt.

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