Charles Leclerc - GP Ungarn 2021 Motorsport Images
Ferrari SF21 - F1-Auto - 2021
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Ferrari: Power-Upgrade erst mit Motor Nr. 4

Ferrari-Upgrade erst mit Motor Nr. 4 Leclerc-Motor nicht zu retten

Ferrari wird sein angekündigtes Power-Upgrade erst mit dem vierten Motor bringen. Es ist noch nicht einsatzbereit. Charles Leclerc tritt in Spa mit dem dritten Motor an. Carlos Sainz kann aufatmen. Seine zweite Antriebseinheit hat überlebt.

Glück und Pech liegen manchmal eng zusammen. Für Ferrari brachte der GP Ungarn eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Charles Leclerc muss in Spa auf seine dritte Antriebseinheit zurückgreifen. Motor Nummer zwei wurde bei der Startkollision von Budapest irreparabel beschädigt.

Lance Stroll hatte beim Aufprall in den Ferrari mehrere Leitungen und die Kühler zerstört. Leclerc fuhr noch 200 Meter weiter, bis er zum Stillstand kam. In der Zwischenzeit starb der Motor, weil er zu wenig Benzin und Öl bekam und zu heiß lief.

Carlos Sainz kann dagegen aufatmen. Der Spanier bekam während des Ungarn-Wochenendes seine dritte Antriebseinheit, nachdem im freien Training ein Problem mit dem Turbolader aufgetreten war, das man vor Ort nicht lösen konnte.

Eine Analyse der Power Unit in Maranello hat aber ergeben, dass der Turbolader noch gerettet werden kann. Somit kehrt die zweite Antriebseinheit in den Pool zurück und kann als Freitags-Motor wie geplant seinen Dienst ableisten.

Charles Leclerc - Formel 1 - GP Ungarn 2021
Wilhelm
Der Ferrari-Motor im Auto von Charles Leclerc wurde bei der Kollision in Budapest mit Lance Stroll so stark beschädigt, dass er nicht mehr eingesetzt werden kann.

Wann zieht Ferrari den Token?

Trotzdem werden beide Ferrari-Fahrer in der zweiten Saisonhälfte noch einen vierten Motor einbauen lassen und damit eine Startplatzstrafe in Kauf nehmen. Grund dafür ist aber nicht (nur) der Mangel an Triebwerken für die verbleibenden zwölf Rennen. Der Wechsel auf die vierte Einheit wäre auch dann erfolgt, wenn noch jeweils drei gesunde Motoren im Kontingent zur Verfügung gestanden hätten.

Ferrari darf noch einen Entwicklungs-Token ziehen, weil die Italiener im Winter nicht alle sechs Komponenten der Antriebseinheit erneuert haben. Drei Viertel des Pakets waren neu, ein Viertel eine Übernahme aus der Saison 2020. Die alten Teile bekommen demnächst ein Upgrade. Charles Leclerc verrät: "Es ist im Hybrid-Teil des Antriebs."

Die Frage lautet, wann das neue Triebwerk erstmals zum Einsatz kommt. Der Grand Prix von Belgien wäre für ein Debüt der modifizierten Antriebseinheit noch zu früh gekommen. Die neuen Teile befinden sich noch in der Produktion.

Ferrari sucht jetzt eine Strecke, auf der man eine Startplatzstrafe verschmerzen kann und trotzdem noch genügend Rennen im Rest-Kalender hat, um den Fortschritt zu nutzen. Es könnte der entscheidende Joker im Kampf um Platz drei gegen McLaren sein. Der Prüfstand zeigt jedenfalls gute Ergebnisse.

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