Ferrari präsentiert F2005

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Ferrari-Chef Luca Montezemolo hofft dank des brandneuen F2005 auf den siebten Titel in Folge und betet für die Gesundheit des Papstes. Die erste Probefahrt des neuen Renners fiel wegen des Wetters aus.

Mit der Ansage: "Zunächst lasst uns für die Gesundheits des Papstes beten", überraschte Ferrari-Chef Luca Montezemolo die 300 angereisten Journalisten und 40 VIP-Gäste, und rührte die vertretene Geistlichkeit aus Maranello zu Tränen. Vor wenigen Wochen hatte Montezemolo Johannes Paul II bei einer Audienz getroffen.

Nach dem Gebet ging die Ferrari-Führungsriege schmucklos zur Präsentation des neuen Autos über, das sich Michael Schumacher bereits am Abend vorher anschauen durfte. "Das ist der beste Ferrari, den wir je gebaut haben", sagte Technik-Chef Ross Brawn wieder einmal. "Natürlich wissen wir, dass wir nicht immer gewinnen können, aber wir hoffen auf den siebten Titel für Ferrari", sagt Montezemolo.

Schumi: "Etwas nervös"

Michael Schumacher gestand: Ich bin sehr zufrieden aber auch etwas nervös." Dass er bei den ersten vier Rennen mit dem Übergangsauto einen schweren Stand gegenüber der Konkurrenz haben könnte, macht ihm weniger Sorgen: "Man muss das taktisch sehen. Die Saison besteht aus 19 Rennen." Die neuen Aerodynamik-Regeln ließen den Abtrieb gegenüber dem Vorjahr zunächst auf 25 Prozent schrumpfen, verriet Chef-Designer Rory Byrne. Die Hauptarbeit lag für den verantwortlichen Ingenieur Aldo Costa darin, möglichst viel von diesem Abtrieb zurückzugewinnen.

Front-und Heckflügel des neuen F2005 präsentieren sich wie beim Übergangsmodell F2004M, mit dem man die ersten Rennen in Angriff nimmt. Hinter der Airbox wurden zwei weitere kleine Flügel installiert. Die Seitenkästen mit neuen V-förmigen Kühlern sind bauchig geraten und zugunsten eines schmalen Hecks extrem kurz. Während die meisten Teams zur Entlüftung auf große Abluftkamine setzen, wählte Ferrari auf integrierte Auspufföffnungen und eine Entlüftung nach hinten, wo ein zusätzlicher Flügel auf dem Getriebe angeströmt wird.

Schumi erst Mitte März im neuen Auto

Das Getriebe ist ebenso wie die Kupplung und der Motor mit der Typbezeichnung 055 neu. Die Schaltbox aus Titan und einer faserverstärkten Metall-Legierung ist schmaler und steifer als im Vorjahr. "Die meisten Änderungen finden sich unter den Verkleidungen", sagt Ross Brawn.

Die eigentlich geplante, erste Ausfahrt viel dem Schnee in Fiorano zum Opfer. Michael Schumacher reiste nach der Auto-Vorstellung direkt nach Melbourne ab. In der kommenden Woche soll der F2005 seinen Roll Out mit Luca Badoer am Steuer erleben. Schumacher und Rubens Barrichello werden ihn erst nach dem Großen Preis von Malaysia Mitte März ausprobieren. Das Renndebüt ist für den GP Spanien (8.5.) geplant.

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