Sebastian Vettel - GP Kanada 2019 Motorsport Images

Vettel-Strafe wird neu verhandelt

Ferrari beantragt Revision

Ferrari hat offiziell bestätigt, dass man wegen der Vettel-Strafe von Montreal eine Revision bei der FIA beantragt hat. Der Streitfall wird damit noch einmal aufgerollt?

Die Fünf-Sekunden-Strafe wegen gefährlicher Rückkehr auf die Strecke, die Sebastian Vettel in Montreal kassiert hat, erhitzt weiter die Gemüter der Fans. Zunächst wollte Ferrari den Fall vor das FIA-Berufungsgericht bringen. Doch weil die Chancen auf eine Zulassung zu gering erschienen, wurde der angekündigte Protest wieder fallengelassen. Ferrari hätte den Rennkommissaren schon Verfahrensfehler nachweisen müssen.

Jetzt hat man sich in Maranello eine neue Taktik überlegt, um den verlorenen Sieg am grünen Tisch doch noch zurückzubekommen. Ferrari hat am Montagabend (17.6.2019) offiziell mitgeteilt, dass das Team beim Weltverband eine sogenannte Revision des Falls beantragt hat.

Analyse geht in die zweite Runde

Für diese nachträgliche Überprüfung des Urteils sind die Hürden bei der FIA niedriger als bei einer Berufung. So bietet Artikel 14.1.1 des Sportgesetzbuches allen Teams die Möglichkeit der sogenannten Revision von Steward-Entscheidungen, wenn man neue Beweise vorlegen kann.

Konkret heiß es darin, dass bei der Vorlage von neuen Erkenntnissen, die bei der ursprünglichen Urteilsfindung noch nicht zur Verfügung standen, die FIA-Stewards noch einmal mit den beteiligten Parteien zusammenkommen müssen, um sich die Erklärungen anzuhören. Danach muss dann noch einmal ein Urteil gefällt werden, bei dem die neuen Beweise mit in Betracht gezogen werden sollen.

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Welche neuen Beweise hat Ferrari?

Die Frage lautet natürlich, welche Beweise Ferrari nun vorlegen kann und ob diese wirklich ausreichen, dass die Stewards plötzlich zu einer anderen Entscheidung kommen. Die Kommissare in Montreal hatten für ihre Urteilsfindung neben den Video-Bildern aus verschiedenen Perspektiven auch bereits Telemetrie-Daten aus dem Auto von Sebastian Vettel ausgewertet, wie zum Beispiel die Betätigung von Gas und Bremse.

Der wichtigste Faktor in der Ferrari-Strategie dürfte damit die Aussage des Fahrers selbst sein. Es ist aber nur schwer vorstellbar, dass das alleine für eine Rücknahme der Strafe ausreicht. Mit dem ehemaligen FIA-Ingenieur Laurent Mekies hat Ferrari allerdings einen Insider in Sachen Regelfragen an Bord. Die Ferrari-Fans können also noch hoffen, dass es nachträglich doch noch was wird mit dem ersten Sieg der Saison.

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