Ferrari

Ritt ins Ungewisse

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Der Weltmeister verbreitet Optimismus, aber die Zweifel bleiben. Nach einem weiteren Test im F2005 fühlt sich Michael Schumacher bereit, den Titelkampf aufzunehmen, doch die Vorbereitung des neuen Autos lief alles andere als perfekt.

4.900 Kilometer hat Ferrari mit dem neuen F2005 abgespult. Luca Badoer absolvierte zum Anfang der vergangenen Woche (21.3.) erfolgreich eine Grand Prix-Distanz in Mugello. Größere Probleme sind bei den Tests nicht aufgetreten. Zumindest auf dem Papier liest sich die Bilanz vor dem Debüt in Bahrain (3.4.) nicht schlecht.

Die Kehrseite der Medaille. Williams kam im neuen FW26 auf über 10.000 Testkilometer. Renault rückte vor der Saison immerhin für über 8.000 Kilometer aus. Mit knapp 5.000 Kilometern liegt Ferrari quantitativ allenfalls im hinteren Mittelfeld. Als die Roten vor zwei Jahren die Saison ebenfalls mit einem Vorjahresauto begannen, gab Technik-Chef Ross Brawn zuvor die Order aus, man wolle mindestens sechs komplette GP-Distanzen erfolgreich hinter sich bringen. 2005 muss eine Simulation reichen.

Rundenzahl geheimgehalten

"Wir haben die ganze Woche über zielstrebig gearbeitet und eine Menge Daten gesammelt", sagt Michael Schumacher. "Ich warte mit Spannung und Freude auf das Debüt." Der Weltmeister rückte am Samstag (26.3.) in Fiorano noch einmal mit dem F2005 aus, um den Shakedown des zweiten Chassis zu erledigen. Die Rundenzahl kommunizierte Ferrari nicht, weil man mit den anderen Teams bezüglich Testbeschränkungen im Clinch liegt, will man keine weitere Angriffsfläche bieten.

Schumacher saß aber nur kurz im neuen Auto und wechselte dann in den F2004 M um Reifen zu testen. Die Pneus bleiben die Achillesferse der Roten. Wieder lag die Temperatur unter 20 Grad Celsius. Die Bridgestone-Reifen offenbaren ihre Schwächen aber vor allem bei hohen Temperaturen, wie sie auch am kommenden GP-Wochenende in Bahrain zu erwarten sind. Reifentests bei heißem Wetter fehlen dem Team mit dem neuen Auto bisher komplett.

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