Ferrari-Umbau für Monaco

Halo-Spiegel jetzt ohne Finne

Ferrari-Spiegel - GP Monaco 2018 Foto: ams 11 Bilder

Auf Anweisung der FIA hat Ferrari die Rückspiegel für den GP Monaco umgebaut. Die Spiegel sind zwar weiterhin am Halo-Bügel befestigt, tragen aber nun kein Flügelchen mehr. Wir zeigen die ersten Bilder der Modifikation.

Im April bekamen die Teams Post von der FIA. Inhalt: Man darf jetzt die Spiegel am Halo befestigen, wenn das dem Fahrer eine bessere Sicht nach hinten bietet. Als Nebeneffekt sollten die Spiegel dem Halo ein bisschen etwas von seiner Hässlichkeit rauben. „Die sehen auch mit den Spiegeln nicht schöner aus“, spottete Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer.

Ferrari nahm als erstes Team die Einladung der FIA an. Doch Ferrari montierte nicht einfach nur die Spiegel an den Halo. Aus der Spiegelbefestigung wuchs beim Rennen in Barcelona ein veritabler Flügel. Doch kaum hatte Ferrari seine Interpretation des Spiegels am Halo im Training eingesetzt, hagelte es auch schon Beschwerdebriefe bei der FIA.

FIA verlangt Änderungen für Monaco

Ferrari-Spiegel - GP Monaco 2018 Foto: ams
In Monaco tauchte Ferrari mit Spiegeln ohne Flügel auf.

Die Konkurrenz-Teams wollten von den Technik-Kommissaren wissen, wie weit sie bei den Anbauten gehen dürfen. Als plötzlich FIA-Rennleiter Charlie Whiting am Freitagnachmittag in der Ferrari-Box auftauchte und mit seinem Handy Fotos von dem umstrittenen Teil machte, war klar, dass etwas im Busch sein muss.

Wenig später zerbrachen sie die FIA-Experten den Kopf darüber, ob Ferrari nicht einen Schritt zu weit gegangen ist. Man befürchtet, dass diese Idee der Anlass zu noch größeren Auswüchsen rund um den Spiegel ist. Am Ende fand man einen Kompromiss: Ferrari durfte die Spiegel beim GP Spanien benutzen, doch für Monaco musste umgebaut werden.

Ferrari-Spiegel ohne Flügel

Am Mittwoch konnte man nun das Ergebnis der Modifikation in der Ferrari-Garage erkennen. Der Spiegel befindet sich immer noch an der identischen Stelle. Allerdings haben die Ingenieure den umstrittenen Flügel an der Oberseite entfernen lassen. In Spanien hatten die Techniker noch argumentiert, dass der Ansatz der Stabilität des Flügels dient. Die nun gezeigte Version sollte also keine Diskussionen in Sachen Legalität mehr hervorrufen.

Ferrari wird übrigens nicht lange das einzige Auto bleiben, bei dem die Spiegel am Halo montiert sind. In Barcelona gab Renault-Technikchef Bob Bell bereits zu, dass man an einer eigenen Lösung arbeite. Eine Dummy-Spiegelhalterung aus dem 3D-Drucker wurde auch schon angepasst, damit die Piloten die Sicht in den Spiegel aus dem Cockpit checken können.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die verschiedenen Spiegel-Versionen am Ferrari.

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