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Ferrari stolpert über Hitze

"Auto gut für die erste Startreihe"

Das Ferrari-Drama setzt sich fort. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sahen in Mexiko Chancen auf die erste Startreihe. Doch sie starten nur von den Plätzen 6 und 7. Der Temperaturanstieg warf Ferrari wieder einmal aus der Bahn.

Ferrari hatte es befürchtet. Wetterwechsel während eines Wochenendes sind Gift für die roten Autos. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Thermometer fällt oder nach oben klettert. Die Ingenieure passen ihr Auto einfach zu langsam auf die geänderten Bedingungen und die einzelnen Reifentypen an. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen hatten nichts an ihren SF16-H auszusetzen. Im Gegenteil. „Das Auto ist viel besser als sein Startplatz“, beteuert Räikkönen. Vettel ging noch einen Schritt weiter: „Wir hatten hier ein Auto für die erste Startreihe.“

Nach 60 Minuten Qualifikation standen die Ferrari-Piloten auf den Plätzen 6 und 7. Räikkönen war nach einem schlechten Freitag erst im dritten Training in Schwung gekommen. Da fuhr er plötzlich auf Augenhöhe mit dem schnellsten Mann des ersten Trainingstages. Vettel dagegen spürte in der letzten freien Trainingssitzung, dass irgendetwas aus dem Ruder zu laufen drohte. „Die Supersoft-Reifen haben mir nicht mehr den Zeitgewinn gegeben wie am Freitag.“

Vettel besser auf Soft, Räikkönen auf Supersoft

Räikkönen fühlte sich auf der weichsten Mischung wohler. Das zeigte sich bereits im Q1, als er Vettel 3 Zehntel abnahm. Kaum hatten die Ferrari im Q2 auf Soft-Reifen zurückgerüstet, um damit auch im Rennen starten zu dürfen, fühlte sich Vettel wieder in seinem Element. Räikkönen musste die Luft anhalten, um mit einer 1.19,936 Minuten-Runde ins Q3 zu kommen.

Vettel hatte bereits da eine böse Vorahnung. „Der Soft-Reifen hat einen super Grip. Stellt sicher, dass ich im Q3 auch so einen habe“, meldete er sich am Funk. Renningenieur Ricardo Adami bedauerte: „Wir haben leider keine Garnitur Soft mehr übrig.“ Darauf Vettel: „Dann macht, dass sich der Supersoft so anfühlt wie der Soft.“

Die Ingenieure tüftelten umsonst. Vettel suchte auf den Supersofts erneut nach Grip. „Eigentlich müssten uns die Temperaturen entgegenkommen. Aber der Supersoft-Reifen wollte einfach nicht ins Fenster. Ich bin um nichts schneller geworden.“

War Vettel in der Aufwärmrunde zu aggressiv?

Der Logik nach müsste die weichere Mischung dann überhitzt haben, wenn Vettel mit dem Soft-Gummi das Fenster genau traf. Der Deutsche ist sich da nicht so sicher: „Das Fenster verschiebt sich je nach Reifen.“ Die Erklärung: Der Soft-Reifen ist für heiße Temperaturen gebaut, der Supersoft für kühle. Offenbar hat Vettels Crew mit dem Setup nicht richtig nachjustiert, oder der Ex-Champion war in der zweiten Aufwärmrunde zu aggressiv. Er fuhr sie in 1.34,511 Minuten.

Räikkönen gab den Supersoft-Sohlen vor der entscheidenden Runde mit 1.41,308 Minuten etwas mehr Luft. Der Finne ließ es bei seinem ersten Versuch im Q3 gemütlich angehen. „Ich nahm es easy, wollte erst einmal eine Zeit setzen. Später habe ich mich darüber geärgert. Da war viel mehr drin, in dieser Runde.“ Einen zweiten Versuch gab es für den Finnen nicht mehr. Er musste ihn wegen Motorproblemen abbrechen. „Ich hatte plötzlich weniger Leistung.“

Trotz der enttäuschenden Startpositionen geben die Ferrari-Piloten die Hoffnung fürs Rennen nicht auf. „Wir starten auf den richtigen Reifen“, glaubt Vettel. Die beiden Red Bull und Nico Hülkenberg vor ihm gehen mit je einer Supersoft-Garnitur ins Rennen. Den ungeliebten Reifen muss Vettel am Sonntag nicht mehr anrühren, wenn alles nach Schema F läuft. Wie die Mercedes an der Spitze, ist auch bei Ferrari die Reifenfolge Soft-medium Plan A. Und damit war Vettel am Freitag gut unterwegs.

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