Ferrari zu langsam

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Die Roten rechnen zu Saisonbeginn mit Prügeln. Der Interims-Ferrari, mit dem die Weltmeister-Truppe die ersten vier Rennen in Angriff nimmt, ist weit vom aktuellen Tempo der Besten entfernt.

Lässt man alle Vorstandszeiten weg, die einige Teams wie Toyota und Sauber (Bestzeit durch Massa) mit leeren Tanks und frischen Reifen zur Beruhigung der eigenen Nerven oder der von Konzernen und Sponsoren auf die Bahn von Jerez de la Frontera brennen, macht das Renault-Team zur Zeit den besten Eindruck, gefolgt von McLaren-Mercedes und Williams-BMW.

Ferrari spielt dagegen keine nennenswerte Rolle. Zwar bewiesen die Titelverteidiger dank neuer Bridgestone-Reifen Konstanz, aber es fehlt am Speed. Auf den nach größzügigeren Aerodynamik-Regeln konzipierten F2004 des Vorjahres verliert der Zwitter für den Saisonbeginn 2005 etwa 1,5 Sekunden pro Runde. Die FIA hätte je nach Strecke gern eine Erhöhung von drei bis fünf Sekunden erreicht.

Konkurrenz so schnell wie 2004

Doch das heißt bei weitem nicht, dass Ferrari das Soll übererfüllt hat, denn die Konkurrenz fährt mit komplett nach den neuen Regeln gebauten Autos bereits jetzt etwa gleich schnell wie im Vorjahr. Dementsprechend hält sich der Optimismus der Titelverteidiger in Grenzen: "Die ersten vier Rennen werden sehr hart", sagt Rubens Barrrichello, der sich zur Zeit in Jerez abmüht.

Dem Ferrari fehlt es hauptsächlich an Abtrieb. Das kostet Zeit und beansprucht die Reifen, auch wenn Michael Schumacher fahrerisch größeren Spaß hat, dürfte sich die Freude in Grenzen halten, wenn die Roten auf deutlich härtere Reifenmischungen zurückgreifen müssen, um die Renndistanzen zu überstehen. Besonders das Hitzerennen mit vielen mittelschnellen Kurven in Malaysia macht Technik-Chef Ross Brawn Sorgen. Viel Abtrieb erfordert auch der Kurs in Barcelona. Dort soll jedoch der F2005 erstmals einsatzbereit sein.

Präsentation auf der Kippe

Bis dahin herrscht große Hektik in Maranello. Am 25. Februar soll der F2005 erstmals in Fiorano fahren. Luca Montezemolo überlegt, ob er erstmals die offizielle Präsentation eines neuen Autos absagt. Am heutigen Aschermittwoch (9.2.) soll erst einmal das zweite Interims-Auto fertig gestellt werden. Am Donnerstag werden Michael Schumacher und Luca Badoer damit ins Lenkrad greifen.

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