Ferraris Angst vor Monte Carlo

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Die Scuderia hat ein Polster von 19 Zählern auf BMW, Kimi Räikkönen trennen sieben Punkte von Lewis Hamilton. Eigentlich ein Vorsprung, der Druck von den Schultern der WM-Spitzenreiter nehmen sollte. Doch Räikkönen warnt gerade vor den nächsten beiden Rennen.

"In Monte Carlo und Montreal hatten wir im letzten Jahr unsere Probleme. Erst wenn wir da eine gute Figur abgeben, können wir gelassener in Richtung Weltmeisterschaft schauen." In Monte Carlo belegte Ferrari 2007 mit Felipe Massa Platz drei und mit Kimi Räikkönen Rang acht. Noch enttäuschender war das Ergebnis von Montreal. Massa wurde disqualifiziert. Räikkönen betrieb als Fünfter Schadensbegrenzung in einem Rennen, in dem Ferrari selbst gegen BMW chancenlos war.

Umgekehrte Vorzeichen

In diesem Jahr macht sich Ferrari Hoffnungen, auf den beiden Problemstrecken besser gerüstet zu sein. Die roten Autos glänzen in dieser Saison eher in den langsamen Kurven, beim Bremsen und Beschleunigen. McLarens Revier dagegen sind die schnellen Passagen. Stärken und Schwächen haben sich über den Winter ins Gegenteil verkehrt.

Ferrari hat seit 2001 in Monte Carlo nichts mehr gewonnen. Dafür war McLaren-Mercedes seit 1998 fünf Mal im Fürstentum erfolgreich. Meistens war für Ferrari schon nach dem Training alles gelaufen - selbst in den Jahren 2002 und 2004, als Michael Schumacher und Co den GP-Sport dominierten. Der Grund für die Trainingsschwäche war immer der gleiche, und er könnte auch diesmal wieder die Achillesferse der Ferrari sein.

Temperatur-Problem

Nirgendwo ist es schwieriger als in Monte Carlo, die Reifen vor der entscheidenden Trainingsrunde auf Temperatur zu bringen. Auch der F2008 ist in diesem Punkt extrem kritisch. Räikkönen klagt: "Wenn der Luftdruck nicht exakt stimmt oder irgendetwas in der Aufwärmrunde schief geht, liegst du total daneben. Manchmal ist es wie verhext. Du fährst exakt die gleichen Einstellung, doch der Reifen benimmt sich von einer Runde zur nächsten total anders."

Positiv stimmt den Finnen das generelle Fahrgefühl mit dem 2008er Auto: "Es ist viel stabiler auf der Hinterachse. Die Traktion hat sich deutlich verbessert." Möglicherweise kommt der größte Gegner für Räikkönen und Massa gar nicht aus dem Lager der Silberpfeile. Nicht wenige Experten glauben, dass BMW in Monaco seinen ersten Grand Prix gewinnt. "Monte Carlo", sagt Monaco-Spezialist Robert Kubica, "müsste unserem Auto gut liegen. Je mehr Abtrieb gefordert ist, umso besser sind wir."

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