Ferraris Argumente abgewiesen

Mexiko-Ergebnis bleibt bestehen

Vettel & Verstappen - GP Mexiko 2016 Foto: sutton-images.com 71 Bilder

Am Freitagabend (11.11.2016) kam es zur Anhörung im Fall Ferrari. Die Italiener wollten bewirken, dass die 10-Sekunden-Strafe gegen Sebastian Vettel beim GP Mexiko rückgängig gemacht wird. Ferrari sprach von neuen Beweiselementen, die von den Kommissaren aber abgewiesen wurden. Damit bleibt das Ergebnis des GP Mexiko bestehen.

Um 16:45 Uhr Ortszeit kam es in Sao Paulo zu einer Telefonkonferenz. Jock Clear und nicht Teamchef Maurizio Arrivabene vertrat Ferrari. Red Bull-Teamchef Christian Horner und Teammanager Jonathan Wheatley sprachen für Red Bull. Auf der anderen Seite der Leitung saßen die Rennkommissare des GP Mexiko 2016: Garry Connelly, Silvia Bellot, Danny Sullivan und Jorge Rodriguez. Das Telefonat wurde aus logistischen Gründen erst nach dem zweiten Freien Training durchgeführt. Weil die Kommissare aus unterschiedlichen Ländern kommen: USA, Mexiko, Australien und Spanien.

Ferrari sorgt für Kopfschütteln im Fahrerlager

Die Anhörung drehte sich um die neuen Beweiselemente, die Ferrari in den Tagen nach dem GP Mexiko entdeckt haben will, um die 10-Sekunden-Strafe gegen Sebastian Vettel rückwirkend aufzuheben. Artikel 14.1 des Sportgesetzes erlaubt es jedem Team, eine neue Untersuchung zu beantragen. McLaren hatte 2007 wegen eines Disputs um ein leichteres Getriebegehäuse, das wegen des fehlenden Crashtests von der FIA nicht zugelassen wurde, von diesem Recht Gebrauch gemacht. Voraussetzung ist wie vor einer Berufung vor Gericht, dass neue Beweismittel eingereicht werden.

Ferrari hatte den Schritt, der im Fahrerlager für viel Kopfschütteln sorgte, wie folgt begründet: „Im Lichte der Bedeutung als Präzedenzfall für die Zukunft und um Klarheit für künftige Zwischenfälle dieser Art zu schaffen, ist Ferrari überzeugt, dass die Sportkommissare den Fall noch einmal neu aufrollen sollen.“

Stewards weisen Ferrari zurück

Welche neuen Beweise hatte Ferrari nun eingereicht? Erstens bezog sich der Rennstall von Sebastian Vettel auf Artikel 27.4 des Sportgesetzes. Zweitens brachte man GPS-Daten ins Spiel. Ferrari argumentierte, dass Renndirektor Charlie Whiting gemäß Artikel 27.4 darüber bestimmen hätte können, dass Max Verstappen seinen angeblichen Vorteil zurückgeben hätte müssen, nachdem er Kurve zwei abgekürzt hatte. Mit anderen Worten: Verstappen hätte Vettel nach Meinung von Ferrari vorbeilassen müssen. Und dann wäre es auch nicht zum Zwischenfall zwischen Vettel und Daniel Ricciardo eine Runde später gekommen. Weil der Ferrari-Star auf der Bremse die Spur zur Verteidigung gegen Ricciardo gewechselt hatte, brummten ihm die Stewards Stunden nach dem Rennen eine 10-Sekundenstrafe auf, die Vettel das Podium kostete.

Die Mexiko-Kommissare wiesen Ferraris Argumentation zurück. Whiting habe zwar das Recht, einen Fahrer anzuweisen, zu verlangsamen, um keinen Vorteil zu haben. Aber er sei nicht dazu verpflichtet. Auch die von Ferrari vorgebrachten GPS-Daten wurden nicht als neue Beweiselemente zugelassen. „Als die Stewards fragten, ob die GPS-Daten in irgendeiner Weise den Telemetrie-Daten und anderen gesichteten Beweisen widersprechen würden, dass das Auto mit der Startnummer fünf beim Bremsvorgang gelenkt hatte, verneinte dies Mr. Clear.“

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