FIA ändert Regeln für Freitagstests

Foto: red bull

Der Österreicher Christian Klien darf an den Freitagen der Grand Prix-Wochenenden für Red Bull Racing in den freien Trainings fahren. Die Sporthoheit FIA hob die bisherigen Beschränkungen für die Freitags-Testfahrer auf.

"Gemäß eines einstimmigen Votums der Teams und nach einer Fax-Abstimmung unter den Mitgliedern der Formel 1-Kommission und des FIA-Weltrats ist der Artikel 58b des Sportgesetzes gelöscht worden", ließ die FIA in einer Mitteilung verlauten. Der angesprochene Artikel besagte, dass Fahrer, die an den GP-Freitagen ein drittes Auto eines Teams bewegen, in den vergangenen 24 Monaten lediglich sechs Grand Prix bestritten haben dürfen.

Sinn der Regel war, die Formel 1 für mehr junge Fahrer zu öffnen, die so bei den Freien Trainings Grand Prix-Luft schnuppern und sich profilieren können. Nachdem Dietrich Mateschitz im Red Bull-Team Christian Klien in Imola gegen den Italiener Vitantonio Liuzzi austauschen will, wäre Klien zur Untätigkeit verdammt gewesen, denn der Österreicher hat 2004 eine komplette Formel 1-Saison absolviert.

Kuhhandel mit der FIA?

Red Bull-Eigner Mateschitz beschwerte sich daraufhin bei der FIA, es könne nicht im Sinne des Regelwerks sein, wenn gerade einer seiner jungen Fahrer darunter leiden müsse. "Die Konsequenz ist, dass nun jeder Fahrer mit einer Superlizenz als dritter Fahrer am Freitag eingesetzt werden kann", sagt die FIA.

Die Entscheidung der FIA kommt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Red Bull-Racing bekannt gemacht hat, dass man entgegen früherer Aussagen nun doch an einem Treffen über die Formel 1-Zukunft mit FIA-Präsident Max Mosley und Ferrari-Teamchef Jean Todt teilnehmen will, während die Mehrheit der Teams das Meeting boykottieren will. Ein Schuft, der Böses dabei denkt.

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