FIA bootet McLaren-Mercedes und Toyota aus

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Update ++ McLaren und Motorenpartner Mercedes sowie Toyota sind künftig nicht mehr in dem Gremium vertreten, das maßgeblich für die Gestaltung der Regeln verantwortlich ist. Bei McLaren herrscht großes Unverständnis.

Zur Zeit gibt es in der Formel 1-Kommission 26 stimmberechtigte Mitglieder. Nach einer Fax-Abstimmung unter den FIA-Weltratsmitgliedern sind künftig nur noch zwölf Mitglieder vorgesehen, darunter nur noch sechs Rennställe (bisher elf). Laut offizieller Verlautbarung des Verbandes sind dies:

Red Bull Racing (Österreich)
Renault (Frankreich)
BMW (Deutschland)
Ferrari (Italien)
Honda (Japan)
Williams (Großbritannien)

Neben den sechs aufgeführten Rennställen sind in der Formel 1-Kommission Vermarkter Bernie Ecclestone und die Veranstalter der Rennen in Australien, Brasilien, Ungarn, Monaco und Spanien vertreten. Die neue Regelung gilt ab 2008.

Die FIA will das Gremium verschlanken und nur noch einen Rennstall pro in der Formel 1 vertretenem Land zulassen. Das in England beheimatete Red Bull-Team wird jedoch zu Österreich gezählt. Die offiziell unter russischer Bewerbung startende MF1-Mannschaft fällt allerdings durch den Rost, ebenso wie Super Aguri, Toro Rosso, Prodrive, McLaren-Mercedes und Toyota.

Gründe bleiben im Dunkeln

Die FIA begründet die Maßnahme damit, dass der Sportverband grundsätzlich nach Ländern organisiert sei. Bei der Auswahl der in der F1-Kommission vertretenen Bewerber plädierte Präsident Max Mosley für die "führenden Teams" des jeweiligen Landes.

So hat Honda eine längere Formel 1-Historie und größere Erfolge vorzuweisen als Toyota. Warum allerdings Williams für Großbritannien ausgewählt wurde, bleibt im Dunkeln. McLaren hat in seiner 40-jährigen Formel 1-Geschichte acht Konstruktuerstitel gewonnen, Williams kommt auf sechs. In der aktuellen Saison liegt McLaren-Mercedes vor Williams.

McLaren: "Erfolgreichstes Team der letzten 40 Jahre"

Bei McLaren reagierte man mit Unverständnis: "Wir nehmen die FIA-Entscheidung zur Kenntnis, das Team McLaren-Mercedes von der Formel 1-Kommission 2008 auszuschließen. Es erscheint uns überraschend, dass das mit 148 Siegen erfolgreichste Team der letzten 40 Jahre nicht als Teamverteter berücksichtigt wurde", ließ Teamchef Ron Dennis ausrichten.

Von Motorenpartner Mercedes kam keine gesonderte Stellungnahme: "Wir sind ein Team", sagte ein Mercedes-Sprecher. Ob McLaren-Mercedes oder Toyota sich gegen den FIA-Beschluss wehren, ist bisher unklar.

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