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Formel 1: FIA diskutiert über Reglementänderung

Eine Höhenverstellung erlaubt?

Obwohl die FIA bei keinem Auto im Feld eine verbotene Höhenverstellung gefunden hat, gärt das Thema im Fahrerlager weiter. Jedes Team forscht in diese Richtung. Um einen teuren Entwicklungswettlauf zu verhindern, zieht die FIA eine simple Lösung in Betracht.

Es ist nur ein Verdacht, für den es keinerlei Bestätigung gibt. McLaren unterstellte Red Bull, dass man mit einem automatischen Höhenverstellungssystem arbeite. Das Indiz dafür waren TV-Aufnahmen, die zeigen wie der Red Bull in der Qualifikation mit dem Unterboden aufsetzt. Die Schlussfolgerung daraus: Wer mit wenig Sprit an Bord so tief fahren kann, der muss einen Trick haben, damit das Auto mit 160 Kilogramm Benzin im Tank nicht auf dem Boden schleift. Es blieb bei der Theorie.

Versteckte Systeme zur Höhenverstellung?

Die FIA hatte schon in Bahrain Red Bull, McLaren, Ferrari und Mercedes GP nach Systemen untersucht, die in der Lage wären, das Auto in der Parc Fermé-Phase quasi aufzubocken. Man könnte sich Gas- oder Flüssigkeitspolster an den Dämpferelementen vorstellen, die über Nacht entweichen oder ihre Konsistenz verändern, und dann ein intelligentes mechanisches Hebelwerk aktivieren, das die Bodenfreiheit um fünf Millimeter liftet. Dazu müssten die vier Ecken des Autos aber über Leitungen verbunden sein. Die Untersuchung brachte ein klares Ergebnis: Fehlanzeige.

Angestachelt durch die Geschichte forschen die Teams nun in alle Richtungen. Das Reglement bietet in diesem Punkt eine Grauzone an, die kluge Köpfe ausnutzen könnten. Vor allem im Bereich von Flüssigkeiten, die Temperaturabhängig langsam ihre Viskosität anpassen. Ein Verbot ist praktisch unmöglich, weil Motor- und Getriebeöle sich in der Parc Fermé-Phase logischerweise auch verändern. Der Schmierstoff wird dickflüssiger.

FIA will teueres Wettrüsten verhindern

Seit McLaren das Thema losgetreten hat, werden die Regelhüter der FIA mit Anfragen bombardiert, was erlaubt ist und was nicht. Der Verband fürchtet nun, dass daraus ein teures Wettrüsten entsteht. Deshalb wird in FIA-Kreisen eine Lösung diskutiert, die das verhindern würde und trotzdem allen gerecht würde.

Wenn man allen Teams in der Parc Fermé-Phase eine Korrektur an der Bodenfreiheit erlaubt, wäre der Einsatz eines adaptiven Systems überflüssig. Den Reifendruck dürfen die Teams vor dem Rennen ja auch neu justieren. Das Thema soll bei der nächsten Sitzung der Technikdirektoren angeschnitten werden.

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Red Bull scheint einfach cleverer zu sein als die anderen.
Die FIA hat wohl ein Auge zugedrückt.
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