FIA gibt Ferrari grünes Licht

Protest gegen Ferrari ohne Erfolgsaussicht

Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Monaco 2018 - Qualifying Foto: xpb

Die FIA-Kommissare sind mit den Änderungen am Energiemanagement von Ferrari zufrieden. Betrug ist jetzt ausgeschlossen. Ein Gang vor das Berufungsgericht der FIA wegen möglicher Unregelmäßigkeiten in Baku und Barcelona hätte nur wenig Erfolgsaussichten.

Die Batterie-Nummer ist durch. Die FIA gab Ferrari grünes Licht. Nachdem Ferrari am Energiemanagement die von der FIA geforderten Änderungen angebracht hat, soll es unmöglich sein, dass man mehr Leistung als erlaubt am Sensor am Batterieausgang vorbeischmuggeln kann. „Wir sind zufrieden mit dem, was uns präsentiert wurde“, hieß es aus FIA-Kreisen. Demnach wäre die Batterie und der Energiefluss aus dem Energiespeicher über jeden Zweifel erhaben. Ein Protest eines Konkurrenzteams würde deshalb wenig Sinn machen.

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Aber auch der Gang vor das Internationale Berufungsgericht der FIA hätte nur schlechte Erfolgsaussichten. Zunächst müssten Mercedes oder Renault FIA-Präsident Jean Todt überzeugen, diesen Schritt zu tun.

Die Entscheidung dazu liegt dann aber noch immer allein in der Hand von Todt. Der wird sich hüten, solange es nicht eindeutige Beweise dafür gibt, dass Ferrari mit dem alten System in Baku oder Barcelona gemogelt hat oder auch nur die Möglichkeit dazu hatte.

Zivilrichter würde vor Komplexität kapitulieren

Selbst wenn sich Todt auf ein Berufungsverfahren einließe, hätte Ferrari bessere Karten in der Hand. Im Berufungsgericht sitzen Zivilrichter, die von der Materie keine Ahnung haben. Wenn sich schon die FIA-Inspektoren schwer damit tun, klare Beweise zu präsentieren, wie soll dann erst ein Außenstehender dazu in der Lage sein? Die Ferrari-Techniker würden die Richter so mit Daten und Fakten zuschütten, dass die kapitulieren und im Zweifel für den Angeklagten entscheiden würden.

Schon vor der Untersuchung der FIA in Monte Carlo war bei Mercedes offenbar auf höchster Ebene die Entscheidung getroffen worden, dem WM-Gegner nicht direkt an den Karren zu fahren. Es wäre nicht gut für das Image, Ferrari auf die Anklagebank zu setzen. Die Hoffnung, Renault könnte für Mercedes in die Bresche springen, erfüllte sich auch nicht. Auch den Franzosen ist die Sache zu heiß. Teamchef Cyril Abiteboul zieht aus der Affäre nur eine Schlussfolgerung: „Wir brauchen in der Formel 1 ein simplere Technik. Wenn sogar die FIA Mühe hat, den Fehler zu finden, sind wir auf dem falschen Weg.“

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