FIA

Neue Regel für Qualifikation

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Die FIA reagiert auf das Qualifikations-Drama um Nick Heidfeld. Schon beim nächsten Grand Prix in Bahrain wird es aus Sicherheitsgründen für die Qualifikation eine neue Regel geben. Dann ist Spritsparen auf dem Weg zurück in die Box verboten.

Heidfeld war in seiner entscheidenden Qualifikationsrunde auf einen Pulk von vier Fahrzeugen aufgelaufen und musste an den McLaren-Mercedes von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen, an Mark Webbers Red Bull und am BMW seines Teamkollegen mit Tempo 280 Slalom fahren. Das Manöver kostete Heidfeld 0,15 Sekunden und wenigstens drei Startplätze.

Weil beide McLaren auf der Ideallinie unterwegs waren, wurden Hamilton und Kovalainen bestraft. Beide starteten je fünf Startplätze weiter hinten. Hamilton akzeptierte die Strafe. Er sagt zu Bernie Ecclestone im Hotel: "Regeln sind Regeln."

McLaren-Box pennt

Wie inzwischen bekannt wurde hat McLaren seine Fahrer zu spät über Funk gewarnt, dass Heidfeld und Alonso noch auf einer schnellen Runde unterwegs waren. Auch Ferrari hätte es fast verschlafen, seine Piloten zu informieren. Erst als der Ferrari-Kommandostand Heidfelds Slalomlauf am Fernsehschirm sah, wies er Massa und Räikkönen an, zur Seite zu fahren. Auch sie bummelten wie die McLaren-Piloten auf der Ideallinie herum, nur einen halben Kilometer weiter vorne.

Die Telemetrieaufzeichnungen zeigten auf, wie gefährlich der Hindernislauf von Heidfeld und Alonso war. Der Geschwindigkeitsunterschied zu den Piloten, die nur 60 km /h schnell unterwegs waren, um Benzin für das Rennen zu sparen, betrug bis zu 210 km/h. Robert Kubica schimpfte: "Es macht dir Angst, wenn dich ein Auto mit einem so hohen Tempoüberschuss überholt." Es ist auch ein Sicherheitsrisiko. "Man darf gar nicht daran denken was passiert, wenn einer der langsamen vor dir noch die Linie wechselt", sagte Alonso. Deshalb darf ab dem nächsten Grand Prix nicht mehr gebummelt werden.

Bummeln verboten

Die FIA will die sogenannte Lap-to-Grid-Regel auch auf die Qualifikation anwenden. Demnach müssen Fahrer, die nach ihrer schnellen Runde an die Box zurückkehren eine Rundenzeit fahren, die nicht mehr als 20 Prozent über der schnellsten Zeit liegt. Auf der Runde von der Box in die Startaufstellung gilt diese Regelung bereits. Sie wurde 2006 eingeführt, nachdem Christijan Albers beim GP China 2005 in seiner Runde zur Startaufstellung in den langsam dahinrollenden Ferrari gerast war.

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