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FIA Präsidentschaft

Jean Todt veröffentlicht sein Wahlprogramm

Max Mosley, Jean Todt Foto: dpa 51 Bilder

Jean Todt ist einer der Kandidaten für die Nachfolge von FIA-Präsident Max Mosley. Am Mittwoch (5.8.) veröffentlichte er sein Wahlprogramm, das das Motto "Innovation, Stärke und Teamarbeit" hat. Die Wahl findet am 23. Oktober statt.

06.08.2009

Das Wahlprogramm ist 21 Seiten lang und in drei Sprachen verfasst. Das Team hat wie schon früher betont, verschiedene Schwerpunkte für eine möglichen Wahlsieg gesetzt. Es solle vor allem um die Themen Erschwinglichkeit und Wettbewerb, Innovation und Stärke sowie Teamarbeit und Kooperation gehen.

"Wir wurden in unserer Arbeit ermutigt, durch die große Unterstützung, die wir aus der ganzen Welt bekommen haben", sagte Todt. "Wir haben einen wichtigen Dialog mit den FIA Mitgliedern und den Akteuren des Motorsport- und Mobilitätssektors geschaffen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Team und unsere Grundsätze der FIA die Möglichkeit geben, ihre Strukturen aufzufrischen und sich ihren Mitgliedern zu widmen."
 
Todt fordert mehr Transparenz
 
Sein Team hatte Todt bereits vor einigen Wochen vorgestellt. Um die Belange des Straßenverkehrs soll sich Brian Gibbons vom neuseeländischen Automobilclub kümmern, Vizepräsident für den Sport soll der Engländer Graham Stoker werden und als Senatspräsident ist Nick Craw vorgesehen, der zugleich dem mächtigen amerikanischen Verband ACCUS vorsteht.
 
In dem Programm heißt es unter anderem: "In den nächsten vier Jahren sollte die FIA versuchen auf ihren Stärken aufzubauen, aber auch bereit sein, die Management- und Entscheidungsfindungsprozesse anzupassen, um sie kostengünstiger, flexibler und transparenter zu gestalten. Wir schlagen eine gründliche Besprechung der FIA Satzung vor, um die Struktur und Regeln der Federation anzupassen und zu modernisieren, wo es nötig ist."
 
Fünf Punkte-Programm zur Modernisierung

 
Dazu haben Todt und sein Team fünf wesentliche Punkte aufgestellt. Zum einen sollen die einzelnen Clubs gestärkt werden. Zum anderen soll es für jede FIA-Weltmeisterschaft einen Kommissar geben, der die FIA repräsentiert und an den FIA-Weltrat berichtet. Dadurch wird der FIA-Präsident entlastet und kann sich mehr seiner Führungsaufgabe widmen.

So genannte regionale "Centres of Excellence" sollen multifunktional sein und Gelegenheit zum Training, Wettbewerb und zur Organisation geben. Diese Zentren "könnten der Beschleuniger für die Unterstützung von jungen Fahrern sein, für Training von Offiziellen und freiwilligen Helfern, für die Weiterentwicklung des Clubs und für die Mitgliederwerbung."
 
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kostensenkung. Hier sollen für alle großen Meisterschaften Ziele zur Kostenreduktion gesetzt werden. Zusätzlich soll Regelstabilität garantiert, Komponenten standardisiert, Betriebskosten reduziert und die Logistik vereinfacht werden.

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