Fernando Alonso und Robert Kubica dpa
Formel 1 GP England 2010 Sonntag
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FIA-Rennleiter Charlie Whiting

Ferrari wurde rechtzeitig gewarnt

Ferrari hatte sich nach dem Rennen von Silverstone beklagt, dass die Anweisung zum Platztausch von Fernando Alonso und Robert Kubica zu spät kam. FIA-Rennleiter Charlie Whiting soll dieser Darstellung nun widersprochen haben. Dreimal sei Ferrari gewarnt worden.

Als Fernando Alonso den Renault von Robert Kubica in Silverstone neben der Strecke überholte, warteten viele Experten auf den freiwilligen Platztausch. Doch die ursprüngliche Reihenfolge wurde nicht wieder hergestellt. Alonso zog auf und davon, Kubica rollte kurze Zeit später mit defekter Antriebswelle an die Box.

Die Rennleitung untersuchte die Szene und sprach einige Runden später die fällige Durchfahrtstrafe für den Ferrari-Piloten aus. Da die Strafe mit der Safety-Car-Phase zusammenfiel und Alonso erst nach der Neutralisierung an die Box abbiegen konnte, rutschte er bis ans Ende des Feldes zurück.

Ferrari beklagt Verzögerung bei der Rennleitung

Aber warum hatte Alonso den Platz gegen Kubica nicht freiwillig wieder hergegeben? Alonso wollte lieber kein Kommentar zu der Sache abgeben. Schon in Valencia hatte er sich mit den FIA-Stewards angelegt. Und warum hat Ferrari seinen Starpiloten nicht angewiesen, Kubica freiwillig wieder den Vortritt zu lassen, um einer Strafe zu entgehen. "Wir haben bei der Rennleitung nachgefragt, ob sie der Meinung sei, dass sich Fernando einen Vorteil verschafft hat. Die Antwort kam so spät, dass wir nicht mehr reagieren konnten", erklärte Teamchef Stefano Domenicali nach dem Rennen.

Dieser Darstellung soll Rennleiter Charlie Whiting nun widersprochen haben. Wie das italienische Magazin Autosprint schreibt, habe der FIA-Mann Ferrari mehrmals zum Platztausch aufgefordert. "Wir haben Ferrari drei Mal gesagt, dass sie die Position an Kubica zurückgeben sollten", wird Whiting zitiert. Verzögerungen habe es dabei keine gegeben. "Wir haben es ihnen sofort gesagt. Direkt nach dem Überholmanöver. Ich habe ihnen über Funk gesagt, dass die Stewards keinen Grund für eine Untersuchung hätten, wenn die Plätze wieder gewechselt würden."

Whiting widerspricht Ferrari: "Sachverhalt sofort klar"

Allerdings habe Ferrari nicht auf die Anweisungen reagiert. Erst bei der dritten Anfrage hätte der Kommandostand geantwortet, dass Kubica bereits zu weit zurückliege. Die Anschuldigungen der Scuderia seien deshalb unberechtigt. "Es entspricht überhaupt nicht der Wahrheit, dass die Stewards zu lange für ihre Entscheidung benötigt haben. Für uns war der Sachverhalt direkt klar. Alonso hatte sich einen Vorteil verschafft, indem er neben der Strecke abkürzte."

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