FIA stellt Regeln klar

Neue Direktive im Fahrwerksstreit

Valtteri Bottas - Mercedes - F1-Test - Barcelona - 27. Februar 2017 Foto: Stefan Baldauf 48 Bilder

Der Streit um die vernetzten Fahrwerke geht weiter. Die FIA versucht nun mit einer Klarstellung der Regeln die Zweifel aus der Welt zu schaffen. Wir haben die Hintergründe.

Ferrari macht hinter den Kulissen weiter gegen die vermeintlich illegalen Aufhängungen von Mercedes und Red Bull mobil. Nun versucht die FIA der Hexenjagd ein Ende zu setzen. Am Freitag (17.2.2017) bekamen alle Teams Post von Rennleiter Charlie Whiting. Darin stellte die FIA noch einmal klar, was in Bezug auf die vernetzten Fahrwerke erlaubt ist.

Fünf Grundsatz-Regeln für Aufhängungen

Die Teams wurden zunächst an alle Direktiven zum Thema Fahrwerk seit dem Jahr 1993 erinnert. Eine Aufhängung muss primär den Zweck einer Aufhängung erfüllen. Jeder Einfluss auf die Aerodynamik muss zufällig sein. Die neueste Direktive umfasst fünf Klarstellungen, die der FIA besonders wichtig sind.

1) Jedes Fahrwerkssystem, das seine Charakteristik als Reaktion auf eine Beschleunigung der Massen in allen drei Dimension ändert, ist nicht zulässig.

2) Es darf keine direkte Verbindung zwischen dem dritten Dämpferelement zur Justierung der Bodenfreiheit, der Lenkung und den Bremsen geben.

3) Es darf keine aktive Bodenfreiheitskontrolle geben.

4) Es darf im Fahrwerk keine Energie für eine spätere Anwendung in den Dämpfern und Federn gespeichert werden.

5) Es darf keine direkte Verbindung zwischen den Elementen des Fahrwerks geben, die die Bodenfreiheit und das Rollverhalten kontrollieren.

Ferrari glaubt mit dieser Klarstellung seine beiden Hauptgegner in die Enge zu treiben. Die Italiener hegen den Verdacht, dass Mercedes und Red Bull Aufhängungssysteme entwickelt haben, die das Fahrzeug als Reaktion auf bestimmte Parameter vorne absenken oder ein Rollen um die Längsachse verhindern.

Doch offenbar ist Ferrari immer noch nicht zufrieden. „Wenn sich Arrivabene lächerlich machen will, kann er ruhig in die Richtung weiterarbeiten“, heißt es bei Mercedes. Im Weltmeister-Team gibt man sich entspannt: „Unser System war immer legal. Auch die letzte Klarstellung betrifft uns nicht“, erklärte Teamchef Toto Wolff. Bei Mercedes glaubt man, dass Red Bull mehr betroffen ist, weil deren System ausgereifter sei.

Red Bull behauptet natürlich genau das Gegenteil. Trotzdem wäre Teamchef Christian Horner froh, wenn die Regeln für Fahrwerke strenger definiert würden. „Wir geben auf diesem Gebiet viel zu viel Geld aus. Die Fans haben gar nichts davon, weil sie die Technik nicht begreifen und sehen können.

Weil der Streit kein Ende zu nehmen scheint und auf jede Klarstellung eine neue Anfrage folgt, hat die FIA die Beweislast jetzt umgedreht. Die Teams müssen beweisen, dass ihre Aufhängungssysteme legal sind. Vorher waren die Teams bis zu einem Protest auf der sicheren Seite. Erst dann mussten sie ihre Karten aufdecken.

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