Verschärfte FIA-Tests

Klarheit im Flügeldrama am Samstag

Frontflügel Red Bull Foto: xpb 56 Bilder

Die FIA hat nach der Kritik von McLaren an den Flatterflügeln von Red Bull und Ferrari ihre Frontflügeltests verschärft. Nach dem Abschlusstraining zum GP Belgien wird man wissen, ob McLaren die Frontflügel von Red Bull und Ferrari zurecht verdächtigt hat.

Am Samstag wird es ernst für Red Bull und Ferrari. Nach der Qualifikation zum GP Belgien wird die FIA zum ersten Mal seinen neuen Belastungstest für Frontflügel durchführen.

Die Last wird verdoppelt. Von 50 auf 100 Kilogramm. Und die Platzierung des Gewichts ist ab sofort genau vorgeschrieben. Die beiden 50 Kilogramm Blöcke von 30 Zentimeter Länge und 15 Zentimeter Breite werden 795 Millimeter rechts und links der Mittellinie des Fahrzeuges und 800 Millimeter vor der Vorderachse auf dem Frontflügel platziert. Dabei dürfen sich die beiden Flügelenden nicht mehr als einen Zentimeter nach unten durchbiegen.

Weitere Tests in Monza

Die Teams haben von den neuen Vorschriften in einem Schreiben am 13. August erfahren. Es war also unmöglich, in der kurzen Zeit komplett neue Flügel zu bauen. "Sie konnten höchstens noch zur Verstärkung nachlaminieren", erklärt ein Fachmann.

In dem gleichen Brief kündigt FIA-Rennleiter den Teams eine Verschärfung der Tests für den Unterboden an. Das gilt ab dem GP Italien am 11. September. Bislang war das vordere Ende des Unterbodens in der Mitte mit einer Kraft von 200 Kilogramm nach oben gezogen wurden und durfte sich dabei nicht mehr als fünf Millimeter verbiegen. Ab Monza wird die gleiche Prozedur an drei Stellen der Bodenplatte durchgeführt: in der Mitte und an den beiden Seiten.

Auto darf sich nicht durchbiegen

Außerdem darf die Referenzplatte unter dem Boden ab dann aus nicht mehr als drei Teilen bestehen, wobei das vordere Teil mindestens einen Meter lang sein muss. So soll verhindert werden, dass die Teams Unterböden bauen, die sich wie eine Banane nach oben biegen, wenn sie mit der vorderen Lippe Bodenkontakt haben.

McLaren hat also mit seiner Kritik an den Frontflügeln Erfolg gehabt. Die Frage ist, ob das Team aus Woking mit der Aktion das erreicht, was man sich verspricht. Nach der Theorie von McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gewinnen Red Bull und Ferrari dank ihrer Flatterflügel eine Sekunde pro Runde. Dort nimmt man die neuen Tests gelassen hin. "Unsere Flügel sind regelkonform", heißt es aus beiden Lagern.

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