FIA-Untersuchung gegen Manor

Auftritt in Melbourne nur Show?

Manor - Formel 1 - GP Australien - 12. März 2015 Foto: ams 18 Bilder

Die FIA hat eine Untersuchung gegen Manor Marussia eingeleitet. Das Team muss erklären, warum es im Qualifying von Melbourne nicht angetreten ist. Die Regelhüter vermuten, dass der Auftritt in Australien nur Show war.

Manor Marussia will zurück in die Formel 1. Doch kämpft das Team wirklich um das Comeback oder will man nur die Prämiengelder von Bernie Ecclestone einsacken? In Australien war kein besonderes Bemühen zu erkennen, am Rennen teilzunehmen. Das hat die FIA stutzig gemacht. Das Team wurde offiziell vorgeladen, um die Situation zu erklären.

"Ein Vertreter des Teams muss sich um 20.00 Uhr bei den Stewards melden", heißt es in der FIA-Mitteilung an den Rennstall. "Die Stewards verlangen ein schriftliches Statement, in dem das Team erklärt, warum es nicht am Qualifying zum GP Australien teilgenommen hat."

Manor ohne Chance auf Rennstart?

Die FIA hatte die Tür für den Rennstall lange aufgehalten und sich auf die Zusicherungen der Verantwortlichen verlassen. Nun scheint es das Team nicht besonders eilig zu haben mit dem Comeback. Manor hatte zwar 2 Chassis nach Melbourne transportieren lassen. Doch nach dem Zusammenbau am Donnerstag schienen die Mechaniker am Freitag und Samstag nicht mehr besonders hart an den Autos zu arbeiten.

Außer Boxenstopp-Übungen waren keine besonderen Aktivitäten in der Garage zu erkennen. Gerüchten zufolge soll das Team gar keinen Sprit dabei haben. Es ist auch nur eine einzige Nase mit Frontflügel zu sehen. Dazu kommen die Probleme mit der Software des Ferrari-Motors.

Der Verdacht besteht, dass Manor ohne Aussicht auf einen Einsatz nach Melbourne gereist ist. Das Team versuchte diesen Eindruck das ganze Wochenende über zu widerlegen. Nach den Trainings wurden jeweils Pressemitteilungen verschickt, in denen sowohl die Teamleitung als auch die Fahrer zu Wort kamen - obwohl es jeweils keinen neuen Stand zu vermelden gab.

Manor in Malaysia einsatzbereit

Teamchef John Booth bestritt, dass es sich lediglich um einen Show-Auftritt handelte. "Es war für uns wichtig hier zu sein und wenigstens zu versuchen anzutreten. Es war unsere Absicht hier Runden zu drehen, sonst hätten wir nicht 30 Tonnen Material und 40 Leute mitgebracht. Und wir hätten nicht unsere Verpflichtungen gegenüber den Lieferanten wie Pirelli und Ferrari erfüllt."

Die FIA hat dem Team klargemacht, dass Manor beim nächsten Rennen in Malaysia im Freitagstraining antreten muss. Booth versicherte, dass sein Rennstall in zwei Wochen endlich einsatzbereit ist.

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