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FIA verbietet BMW-Leitwerke

Die "Twin Towers" an den BMW müssen abmontiert werden. Die Sportbehörde FIA hat entschieden, dass die senkrechten Leitwerke am Bug die Sicht zu sehr beeinträchtigen.

Wieder einmal hat die FIA eine ihrer berühmten Kehrtwenden gemacht. Die gleichen Luftleitwerke, die nun verboten werden, genehmigten die FIA-Kommissare noch vor einem Monat und stellten damit fest, dass die zur besseren Anströmung des Heckflügels montierten Karbon-Flügelchen keinerlei Sicherheitsbedenken auslösen.

Seitdem diskutiert das Fahrerlager über die Hässlichkeit der Baumaßnahmen. Derweil sonnte sich BMW im Neid der weniger kreativen Konkurrenz, ohne allerdings großartige Resultate mit den "Twin Towers einzufahren". Seit die Gegner öffentlich erwogen, sich ebenfalls mit den senkrechten Leitschienen auszurüsten, bekam die Sportbehörde kalte Füße. Sie musste damit rechnen, dass einige Teams sich noch größere Auswüchse an die Nase bauen. Die ersten Entwürfe wurden schon eingereicht.

FIA: "Wachsende Sorge"

In einem Rundschreiben heißt es: "Mit Blick auf letzte Entwicklungen im Karosserie-Bereich vor dem Cockpit an einigen Autos wächst bei uns die Sorge, dass diese Teile die Sicht des Fahrers nach vorn oder zur Seite einschränken könnten."

Die BMW-Fahrer berichteten Gegenteiliges. Nick Heidfeld, der als letzter der BMW-Piloten von den "Twin Towers" profitierte, berichtete, schon nach wenigen Runden, wären ihm die Flügel gar nicht mehr aufgefallen, ebenso wie die auf der Fahrzeugnase montierten Antennten.

Dennoch lässt die FIA nicht mit sich reden. Gemäß Artikel 2.3 des Sportgesetzes werden die senkrechten Leitwerke verboten. Abgesehen von besagten Antennen, darf künftig kein Teil über die Vorderkante des Cockpits hinausragen. BMW hat signalisiert, dass man die Entscheidung der FIA akzeptiere.

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