FIA-Weltratentscheidung

Aufschub bei den Motoren

Ferrari-F1-Motor Foto: xpb

Der FIA-Weltrat hält am Vierzylinder-Reihenmotor mit 1,6 Liter Hubraum mit einem Drehzahllimit von 12.000/min, Turbolader, Direkteinspritzung und KERS fest. Doch der Verband lässt sich ein Hintertürchen für das Datum der Einführung offen.

Der letzte Satz im Motorenkapitel ist der entscheidende. Dort steht im FIA-Weltratbeschluss vom 3. Juni in Barcelona folgendes: In Rücksprache mit den Anteilseignern und Teinehmern der Formel 1 und nachfolgend des Resultats dieser Rücksprache, kann der Welt-Motorsportrat spätestens am 30. Juni per Fax-Abstimmung das Datum der Einführung der neuen Motorenregel neu festlegen. Einfacher gesagt: Es kann auch 2015 werden, bis die Formel 1 auf Vierzylinder-Reihenmotoren mit einem Drehzahllimit von 12.000/min., Turbolader, Direkteinspritzung und einem deutlich leistungsfähigeren KERS umsteigt. Die 26 Weltrat-Mitglieder haben sich mehrheitlich nur darauf verständigt, dass die neue Formel kommt. Diskutiert wird noch über das Einstiegsdatum.

Vierzylindermotoren bis 2015 aufschieben

Cosworth hat der FIA klar gemacht, dass für sie die Entwicklung des neuen Motors beim augenblicklichen Leasingpreis von sechs Millionen Euro pro Kunde nicht finanzierbar ist. Die Kunden wiederum sind nicht in der Lage, mehr Geld zu bezahlen. Anderseits wollen Mercedes und Ferrari nicht mehr als jeweils drei Teams beliefern. Cosworth schlug deshalb auf bestimmten Gebieten eine gemeinsame Entwicklung aller Beteiligten vor. Diese Pläne sind aber noch zu unausgegoren. Deshalb drängen alle Beteiligten mit Ausnahme von Renault auf einen Aufschub bis 2015. Damit steht der FIA, den Motorherstellern und den Teams noch ein Monat voller Diskussionen bevor.

Die FIA will auf keinen Fall, dass ihre Energiespar-Kampagne verwässert wird. Auch wenn der Achtzylinder noch zwei Jahr länger leben sollte, wird an dem Vierzylinder kein Weg vorbeiführen. FIA-Präsident strebt mittelfristig eine Reduzierung des Benzinverbrauches um 35 Prozent an. Außerdem will er das Mindestgewicht auf 660 Kilogramm (bislang 640 kg) anheben und die Zahl der pro Jahr eingesetzten Kraftübertragungen weiter einschränken. Die Autos der neuen Formel 1-Generation sollen auf der Basis der aktuellen Fahrzeuge aufbauen, allerdings einen leicht geschrumpften Frontflügel und tiefere Nasen haben, um die Folgen bei einem seitlichen Aufprall in ein anderes Fahrzeug zu mindern.

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