Formel 1: FIA will Sicherheit

Team Nummer 13 kommt erst ab 2011

FIA Logo Foto: dpa 44 Bilder

Das Theater um USF1 und Stefan GP ist beendet. Die FIA entschied, dass in dieser Saison nur zwölf Teams teilnehmen. Was sind die Hintergründe der Entscheidung aus Paris? Ganz einfach, der Verband will ab sofort in Bezug auf neue Teams auf Nummer sicher gehen.

Die Formel 1-Saison startet mit zwölf Teams, und sie wird auch mit zwölf Teams zu Ende gehen. Es sei denn, einem der neuen Teams Lotus, Virgin F1 oder HRT F1 geht vorher die Luft aus.

F1-Autos bleiben in der Fabrik

Obwohl in Köln zwei rennfertige Toyota für das Stefan GP-Team bereit stehen, schloss die FIA das Kapitel "13. Team" zehn Tage vor Saisonbeginn. Es wird im Verlauf der Saison kein Rennstall nachrücken. Der 13. Platz bleibt frei bis 2011. Bis zum Saisonstart will die FIA die neuen Kriterien für eine Bewerbung bekanntgeben. Sie werden nach den schlechten Erfahrungen mit USF1 deutlich verschärft.

Theoretisch könnten dann Stefan GP und auch USF1 neue Anträge stellen. Ein Sprecher der FIA stellte auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de jedoch klar, dass im Falle USF1 kein Automatismus abzuleiten sei. Der gescheiterte amerikanische Rennstall müsse sich genauso anstellen wie jeder andere neue Bewerber. Doch diesmal mit etwas mehr als nur leeren Versprechungen.

Zweifel an Stefan GP

Der Verband hat Stefan GP aus zwei Gründen nicht nachrücken lassen. Bis zum Saisonstart bleibt zum einen keine Zeit für eine ausführliche Geschäftsprüfung. Die FIA hatte offenbar deutlich mehr Zweifel als Bernie Ecclestone, ob das Projekt des Serben Zoran Stefanovich seriös finanziert sei. Ein Nachrücken von Stefan GP zu einem späteren Zeitpunkt der Saison betrachtet die FIA als einen wenig professionellen Akt.

Außerdem will Paris nach der Pleite mit USF1 in Zukunft auf Nummer sicher gehen und auf Schnellschüsse verzichten. Im Gegensatz zu Ecclestone ist man sich am Place de la Concorde auch nicht so sicher, ob nicht doch die anderen Teams bei der Zustimmung eines Neubewerbers ein Wörtchen mitzureden haben. Da schwingt die Sorge mit, dass einige Teams trotz positiver Bewertung durch die FIA ihr Veto einlegen würden.

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