Flaggen statt Lampen

Elektronikärger legt Signalsystem lahm

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Australien - 15. März 2013 Foto: Red Bull 89 Bilder

Es gibt weiter Probleme mit der neuen Formel 1-Elektronik von MES. Diesmal ist die Telemetrieverbindung zwischen der Rennleitung und den Autos gestört. Das bedeutet, dass man zu den alten Flaggensignalen zurückkehren muss. Da sich DRS nicht abschalten lässt, könnte es im Rennen und Training zu Kontroversen kommen.

Elektronikgegner reiben sich die Hände. Die Formel 1 kehrt ins Mittelalter zurück. Die drahtlose Verbindung zwischen der Rennleitung und den Autos ist gestört. Damit können vom FIA-Computer keine Signale an die Autos geschickt oder von dort empfangen werden. Die Warnleuchten im Cockpit sind somit außer Kraft gesetzt.

Normalerweise sieht der Fahrer am Display, ob die gelbe, rote oder blaue Flagge geschwenkt wird. Beim Saisonauftakt muss er sich auf die guten alten Flaggen von den Streckenposten verlassen. Die FIA hat die Teams angewiesen, ihre Fahrer zu warnen, wenn eine Überrundung ansteht.

DRS kann nicht gesperrt werden

Das Problem mit den Flaggen ist nicht weiter schlimm. Trotz modernster Technologie werden überall weiter Flaggen geschwenkt. Kritischer ist es beim DRS. Das ist ab sofort im Training wie im Rennen nur noch an zwei Stellen erlaubt. Normalerweise deaktiviert die Rennleitung das System in den Passagen, wo es nicht gestattet ist. Selbst wenn der Fahrer den DRS-Knopf drückt, rührt sich am Heckflügel nichts.

Das ist jetzt weder im Abschlusstraining noch im Rennen möglich. Theoretisch könnte der Fahrer den Heckflügel-Flap immer flachstellen, ohne dass es die FIA-Inspektoren mitkriegen. Das könnte noch zu Diskussionen führen. Die Rennleitung und die Teams werden die TV-Bilder noch genauer studieren, ob da nicht einer verbotenerweise mit offenem Heckflügel fährt.

Drittes Training als Generalprobe

Das dritte freie Training wurde als Generalprobe genutzt. So richtig hat es noch nicht geklappt. Felipe Massa berichtete von gelben Lampen im Cockpit, die ihn irritierten. Sein Renningenieur Rob Smedley gab zurück: "Vergiss die Lampen. Sie haben nichts zu bedeuten."

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