Felipe Massa GP Abu Dhabi 2011 Ferrari
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Flatterflügel verwirrt Ferrari

Massa lässt die Funken fliegen

Das Flügeldrama bei Ferrari geht weiter. Nachdem der neue Frontflügel beim GP Indien unter bestimmten Bedingungen wackelte wie eine Flugzeugtragfläche bei schweren Turbulenzen, gingen die Ingenieure in Klausur. Sie vermuteten einen Produktionsfehler, wurden in Abu Dhabi aber eines Besseren belehrt. Und wieder traf es Felipe Massa.

Ferrari hat gut daran getan, den neuen Frontflügel noch in der alten Saison zu testen. "Man stelle sich vor, wir hätten damit bis zu den Testfahrten im nächsten Jahr gewartet", meinte ein Teammitglied. "Dann hätten wir mit den Problemen, die wir jetzt haben, eine ganze Testwoche verloren."

Ferrari gibt zu, mit unterschiedlichen Steifigkeiten bei der neuen Flügelgeneration zu arbeiten. In Indien war man offenbar einen Schritt zu weit gegangen. An Felipe Massas Auto konnte zeitweise so starkes Flattern beobachtet werden, dass die Endplatten funkensprühend auf der Straße kratzten.

Massa: "Auto verhält sich wie immer"

Komischerweise nur an Massas Auto. Zurück in Maranello gingen die Ingenieure in Klausur. Der entsprechende Flügel wurde auf Herz und Nieren geprüft. Ergebnis: Vermutlich hat ein Produktionsfehler zu der extremen Reaktion des Flügels geführt. Das zweite Training zum GP Abu Dhabi war erst ein paar Minuten alt, da begann der Flügel am Ende der langen Geraden erneut unkontrolliert zu schwingen. Und wieder nur bei Felipe Massa.

In der Box wurden alle Verbindungspunkte der Flügelelemente gecheckt, bevor der Brasilianer zurück auf die Strecke geschickt wurde. Prompt trat das Phänomen erneut auf. Massa muss via Funk darüber informiert werden: "Im Cockpit merke ich davon gar nichts. Das Fahrverhalten ist so wie immer."

Rätselraten bei Ferrari geht weiter

Fernando Alonso kam wie schon in Indien ungeschoren davon. Das lässt das Rätselraten in der Ferrari-Box nur noch größer werden. Der Spanier fährt einen identischen Flügeltyp. Warum also nie er und immer nur Massa? Teamchef Stefano Domenicali war ratlos. "Es hat offensichtlich nichts mit einem Produktionsfehler zu tun. Wir tappen noch im Dunkeln. Möglicherweise liegt der Grund im Setup oder in den Reifendrücken oder in einer Kombination aus beidem."

Normalerweise fährt Massa an der Vorderachse eine Spur härter als der Teamkollege. Vielleicht reicht eine Serie von leichten Bodenwellen, den Flügel zum Schwingen zu bringen. Den Ferrari-Ingenieuren steht eine lange Nachtschicht bevor. Von der Lösung des Mysteriums hängt auch der Einstieg in die nächste Saison ab. Es wäre ein Rückschlag, wenn 2012 mit einem ungelösten Problem begänne.

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