Flavio Briatore

Budgetgrenze erst in zwei Jahren

Renault R29 Foto: Renault F1 12 Bilder

Renault-Teamchef Flavio Briatore ist eine treibenden Kräfte hinter den Sparplänen. Trotzdem hält es der Italiener noch für zu früh, jetzt eine Budgetobergrenze einzuführen.

Flavio Briatore ist einer der wenigen, die sich im Formel 1-Zirkus noch einen klaren Blick bewahrt haben. Mit den bisher erzielten Fortschritten ist der Renault-Teamchef zufrieden: "Es geht gut voran mit unseren Sparmaßnahmen. Wenn wir die neuen Aerodynamikregeln umsetzen sparen wir 50 Prozent der Kosten."

Laut Briatore ist es ein Geben und Nehmen. "Einige Teams geben beim Windkanal etwas ab, wir bei unserem Supercomputer. Wir fahren ihn jetzt mit 20 Terraflops (Gleitkommaoperationen pro Sekunde). Das ist weniger als die Hälfte der Kapazität, die er leisten könnte."

Ja zur Budgetgrenze

Auch Briatore hält eine Budgetobergrenze für die beste Lösung aller Probleme, allerdings käme sie jetzt noch zu früh. "Im Moment müssten wir noch auf zu vielen Gebieten das Budget überwachen. Deshalb versuchen wir erst einmal unsere Ausgaben in den verschiedenen Bereichen herunterzufahren. Für Motor, Getriebe und Aerodynamik gibt es bereits abgespeckte Regeln. Jetzt nehmen wir uns noch das Chassis vor. Wenn das Paket komplett geschnürt ist, können wir eine Budgetgrenze festsetzen. In zwei Jahren sollten wir soweit sein."

Die verbalen Seitenhiebe, die FOTA-Chef Luca di Montezemolo, Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Max Mosley derzeit austauschen, hält Briatore für überzogen: "Wir haben jetzt wirklich wichtigere Probleme. Die Herren reden zuviel. Es wäre besser, wenn wir alle gemeinsam das Schiff wieder auf Kurs bringen."

Forderung nach Hybrid-Standard

Zu KERS fällt dem KERS-Hasser Briatore nur eines ein: "Wir brauchen ein Standardsystem, das kostengünstig zu kaufen ist. Im Augenblick muss ich unserem Kunden Red Bull neben der Motorrechnung noch eine KERS-Rechnung schicken. Eigentlich wollten wir sparen."

Der Hinweis von Max Mosley, dass die Teams mit ihrer Batterielösung in die falsche Richtung gearbeitet hätten, kommt beim Teamchef von Renault nicht gut an. "Max hat uns das KERS eingebrockt. Jetzt sollen die Teams daran schuld sein, dass wir das falsche System einsetzen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Sebastian Vettel - Ferrari - GP Singapur 2018 Ferrari zu langsam in Singapur Ein anderes Auto als 2017
Beliebte Artikel Renault R29 Renault R29 Renault beweist Mut zum Anderssein Ferrari Domenicali kritisiert KERS als Geldverschwendung
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen VLN 7 - Nürburgring - 22. September 2018 VLN, 7. Lauf 2018 Black Falcon siegt vor Frikadelli Falken Porsche 911 GT3 R 2019 - VLN 7 - 20. September 2018 VLN Vorschau, 7. Lauf 2018 Falken mit neuem Porsche
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018 Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu