Flügelaffäre

Ferrari ohne Furcht

Foto: Daniel Reinhard

Die FIA hat auf Druck von Renault die Regeln über flexible Flügel präzisiert - vermutlich ohne Wirkung. Ab dem Kanada-GP-Wochenende (23. bis 25.6.) müssen alle Teams mit einer Stabilisationsstütze am Heckflügel fahren, bei Ferrari lacht man sich ins Fäustchen.

FIA-Renndirektor Charlie Whiting hatte die Nase voll. Nachdem wieder einmal ein Team anklopfte, um mit Vehemenz das Verbot flexibler Flügel zu fordern, sah sich der Engländer zum Handeln gezwungen und "präsizisierte" die Regeln über die Aerodynamik. "Ich war es einfach leid", sagte Whiting.

Ab sofort müssen beim Heckflügel das Hauptblatt und der obere Flap in der Mitte durch eine Stütze verbunden werden. Damit soll ein Durchbiegen der Flaps verhindert werden. Doch Whiting ist wenig zuversichtlich: "Es wird keine großen Unterschiede geben."

Keine Unterschiede im Topspeed

Bei Ferrari, das erste Ziel der Regeländerung, bestätigt man diese Vermutung. In der vergangenen Woche testeten die Roten in Le Castellet die neue und die alte Flügelvariante - ohne messbare Unterschiede im Topspeed.

Die Einzigen die auf einen Effekt hoffen, tragen Blaugelb. Renault legte der FIA eine umfassende Dokumentation vor. Beweisen sollten unter anderem Soundanalysen, dass sich Ferrari unfaire Vorteile verschafft. Bei einem bestimmten Tempo stieg die Drehzahl abrupt um 200/min an. BMW-Technikchef Willi Rampf entlockt diese Erkenntnis nur ein müdes Lächeln: "Wir haben ähnliche Analysen gemacht und bei Renault das gleiche festgestellt."

Ferrari regelmäßig vor Renault

Die Formel 1-Gemeinde erwartet nun mit fast mehr Spannung die ersten Topspeed-Messungen in Montreal als die Rundenzeiten. Bei den vergangenen Rennen lag bei den Höchstgeschwindigkeiten regelmäßig Ferrari vor Renault, als dritte Kraft folgte BMW.

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