Force India feiert Singapur-Upgrade

Platz 6 keine Vision mehr

Esteban Ocon - GP Singapur 2018 Foto: xpb 68 Bilder

Force India brachte beide Fahrer in die Top Ten der Startaufstellung. Mehr noch: Sergio Perez hängte die Konkurrenz deutlich ab. Force India hat sich mit seinem großen Aero-Upgrade Luft im Mittelfeld verschafft. Man darf jetzt ernsthaft davon träumen, McLaren zu überholen.

Singapur war nie das beste Terrain von Force India. Deshalb bringt der Rennstall aus Silverstone seit Jahren seine letzte große Aerodynamik-Entwicklung zum Nachtrennen an der Marina Bay. Und bis jetzt erwies sich der letzte Schuss der Ingenieure immer als Volltreffer. Auch diesmal. Allerdings mit Verzögerung.

Am Freitag hatten Sergio Perez und Esteban Ocon noch über Balanceprobleme geklagt. Während in einigen Kurven die Instabilität beim Einlenken und das Untersteuern beim Scheitelpunkt wie beabsichtigt verschwunden war, tauchte es in anderen Kurven doch noch einmal auf.

Die Ingenieure probierten es am Samstagmorgen mit einer anderen Abstimmung. Und sie trafen ins Schwarze. „Das Auto war viel besser“, lobte Perez. Ocon war noch nicht hundertprozentig zufrieden. „Es war besser, aber an meinem Auto noch nicht perfekt.“ Der Franzose sah das auch als einen Grund dafür an, dass er vier Zehntel auf seinen Teamkollegen verlor.

Perez hatte allerdings auch eine Traumrunde wie Hamilton erwischt. „Da hat alles gepasst. Vier Zehntel schneller als HaasF1, sechs Zehntel besser als Renault. Die haben jetzt was zum Nachdenken“, freute sich der Mexikaner. Renault-Mann Nico Hülkenberg gab zu: „Unser Upgrade war ein Schritt nach vorne, aber wir hatten uns etwas mehr erwartet. Force India hat offenbar mehr gefunden als wir.“

Neue Vorderradaufhängung wieder ausgebaut

Technikchef Andy Green zählte auf, was am VJM11 alles neu war: „Die Leitbleche, der Unteroden, der Diffusor, die hinteren Bremsbelüftungen, ein kleiner Flap am Frontflügel.“ Bei einem so großen Paket läuft man Gefahr, sich zu verzetteln. „Wir haben damit gerechnet, dass es uns zwei bis drei Rennen kosten wird, bis wir alles aussortiert haben würden. Das ging jetzt aber schneller als gedacht, obwohl eine Strecke wie Singapur nicht der beste Boden ist, etwas Neues von dieser Dimension auszuprobieren. In Sotschi sollten wir das Upgrade voll nutzen können.“

Fotos GP Singapur - Donnerstag
Das letzte Upgrade-Fest des Jahres

Dann kommt auch wieder die neue Vorderradaufhängung zum Einsatz, die Force India am Freitagabend ausbaute. „Es wäre zu viel neu gewesen. Wir wollten uns nicht verwirren“, erklärte Green. Force India hat dabei ein Konzept kopiert, das letztes Jahr Red Bull und Ferrari mehrfach probiert hatten. Die Druckstrebe der Vorderachse ist über einen Hebel am Radträger angebracht, damit es das Auto in die Kurven zieht. Das Upgrade wurde im Juli bereits abgesegnet und sollte eigentlich schon in Spa debütieren. „Doch vor der Sommerpause war nur noch Geld für die Löhne in der Kasse. Die Produktion wurde komplett stillgelegt.“

Perez sieht in Singapur eine weitere Chance mit beiden Autos gut zu punkten. Damit ist der 6. Platz zu einem realistischen Ziel geworden, obwohl man mit null Punkten in die zweite Saisonhälfte gestartet ist. Auf McLaren fehlen nur noch 20 Zähler. „Ich habe nach der Sommerpause auf den 8. Platz gewettet. Nach nur zwei Rennen stehen wir schon besser da. Jetzt müssen wir auch daran glauben, dass wir noch McLaren einholen können. Das Auto haben wir dazu. Wenn wir schon in Singapur so stark sind, wird es auf anderen Strecken noch besser“, glaubt Ocon.

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