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Force India - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2017
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Force India lässt frei fahren

Die Angst vor WM-Punkten

Force India hat seinen 4.Platz in der WM verteidigt und mit 175 Punkten schon nach 18 Rennen einen neuen internen Rekord aufgestellt. Jeder weitere Zähler kostet den WM-Vierten viel Geld. Deshalb lässt Force India seine Fahrer frei fahren.

Seit dem GP Mexiko ist der 4.Platz in der Konstrukteurs-WM auch mathematisch in der Tasche. Keiner kann Force India mehr einholen. Mit 175 Punkten hat der Rennstall schon nach 18 Rennen seinen internen Rekord geknackt, der bei 173 Zählern aus 21 Grand Prix stand. Force India erwartet damit 2018 eine Zahlung von rund 85 Millionen Dollar aus dem Topf der Einnahmen der Rechteinhaber. Die Summe kann aber noch schrumpfen, weil Liberty Media für Marketingaktionen mehr Geld ausgegeben hat als erwartet. Und das geht zu Lasten der Auszahlung an die Teams.

Sicher sind dagegen die Gebühren für die Einschreibung der Teams bei der FIA für die Saison 2018. Sie teilen sich in einen Fixbetrag von 526 926 Dollar pro Team und einen variablen Teil, abhängig von den erzielten WM-Punkten in der Vorsaison. Nach augenblicklichem Stand liegt die um den US-Verbraucherindex CPI korrigierte Summe bei 5439 Dollar pro WM-Punkt. Macht bei Force India derzeit 951 825 Dollar aus. „Jeder weitere Punkt schmälert unser Budget“, klagt Sportdirektor Otmar Szafnauer.

Schäden belasten nicht mehr den Etat

Das führt zu den kuriosen Situation, dass Force India in den letzten beiden Rennen an einem Punktesegen gar nicht mehr interessiert ist. Der würde die Bilanz noch weiter verschlechtern. Dass der effizienteste Rennstall im Feld jeden Dollar bitter nötig hat, zeigt folgende Episode. Das Budget für diese Saison belief sich auf rund 115 Millionen Dollar. Die 2017ere Auszahlung musste wegen der gestiegenen Ausgaben von Liberty um 1,3 Prozent gekürzt werden. Force India gingen dabei 1,2 Millionen Dollar verloren. Liberty bot den kleinen Teams deshalb einen zinslosen Kredit über zwei Millionen Dollar an. Force India wird darauf einsteigen. Weil über den Winter, wenn das F1-Management zwei Monate lang nicht auszahlt, jeder Dollar für die Entwicklung und den Bau der Autos gebraucht wird.

Nachdem das sportliche Ziel erreicht ist, lässt Force India seine Fahrer wieder aufeinander los. Verlorene WM-Punkte tun jetzt nicht mehr weh. Eher im Gegenteil. Auch Materialschäden belasten nicht mehr den Etat. Die Teile, die jetzt kaputtgehen, braucht man nach den Rennen und Test in Abu Dhabi nicht mehr. Auch die letzten Upgrades sind dem Team nicht mehr heilig. Von den in Mexiko eingeführten Leitblechen und dem Unterboden gibt es nur je zwei Exemplare. „Wenn die Fahrer sie kaputtfahren, müssen sie auf die alte Entwicklungsstufe zurück. Wir bauen keine neuen Teile mehr“, erzählt Szafnauer.

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