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Force India auf dem Vormarsch

Perez macht den Unterschied

Sergio Perez - GP China 2018 Foto: Wilhelm 96 Bilder

Force India kommt immer besser in Schwung. Der achte Platz von Sergio Perez in Shanghai war die beste Qualifying-Leistung dieser Saison. Daran hatte allerdings auch die fahrerische Leistung ihren Anteil, wie der Mexikaner betonte.

14.04.2018 Tobias Grüner

Force India ist mit deutlichem Rückstand in die neue Saison gestartet. Technik-Chef Andy Green bestätigte in Shanghai, dass der VJM12 ein grundlegendes Problem mit der Aerodynamik habe. Das Heck produziert nicht den Abtrieb, der von den CFD-Simulationen und vom Windkanal versprochen wurde. Das zieht einige negativen Folgen nach sich: Ohne ein stabiles Heck bringt auch der neue Frontflügel nichts. Das Auto würde dann zu stark aus der Balance geraten.

Force India-Problem nicht schnell zu beheben

„Der Frontflügel hat das gebracht, was er soll“, erklärte der Ingenieur nach dem Test in Bahrain. „Aber wir werden ihn vor dem Spanien-Wochenende nicht einsetzen können. Wir brauchen erst mehr Abtrieb im Heck.“ Nachdem man den Diffusor, den Heckflügel und die Leitbleche mit Vergleichstests als Ursache des Problems ausgeschlossen hatte, konzentriert sich Force India aktuell vor allem darauf, die Symptome zu lindern.

Offenbar mit Erfolg: Nach einer enttäuschenden Leistung beim Saisonauftakt in Australien gab es mit dem ersten WM-Punkt in Bahrain bereits einen kleinen Lichtblick. In Shanghai setzte sich der Aufwärtstrend fort. Sergio Perez schaffte im Qualifying locker den Sprung in die letzte K.O.-Runde. Der Mexikaner startet am Sonntag aussichtsreich vom achten Platz.

Ocon verfehlt Sprung in die Top Ten

Esteban Ocon - GP China 2018 Foto: xpb
Ocon konnte das Potenzial des Force India im Qualifying nicht zeigen.

Bei Teamkollege Esteban Ocon lief es dagegen nicht ganz so gut: „Wir hatten irgendein Problem mit dem Antrieb. Auf der Geraden habe ich spürbar Speed verloren. Das müssen wir jetzt mal analysieren“, klagte der Franzose. Nach Schätzung des Piloten kostete das ungefähr eine Zehntel. „Dazu habe ich in der Zielkurve noch einen Fehler gemacht. Da war irgendwie nicht so viel Grip, wie ich erwartet hatte. Ohne die beiden Dinge wäre ich sicher auch locker in die Top Ten gekommen.“

Ocon hat von Startplatz 12 die Hoffnung auf Punkte aber längst noch nicht begraben: „Ich kann am Start frische Reifen aufziehen und die Mischung frei wählen. Die Strategie könnte hier ein großer Vorteil sein. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, würde ich die Reifen aber gerne gegen einen besseren Startplatz eintauschen.“

Perez setzt auf den Faktor Erfahrung

Beide Fahrer sehen die Performance von Shanghai als Schritt in die richtige Richtung. „Wir haben die Lücke zur Konkurrenz im Mittelfeld geschlossen“, zeigt sich Perez zufrieden. „Das Grundproblem mit der Balance ist zwar noch vorhanden, aber wir machen Fortschritte. Die Abstände im Mittelfeld sind ganz eng. Da zählt jedes Zehntel.“

Neben der Technik muss auch die Leistung der Piloten passen. Perez zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Q3-Runde, die nicht einmal zwei Zehntel von Nico Hülkenberg entfernt war. Der ehemalige Teamkollege von Perez bildet auf Platz 7 die Spitze des Mittelfelds. „Bei den kühlen und windigen Bedingungen konnte der Fahrer heute auf der Strecke einen echten Unterschied machen“, lobte sich Perez selbst.

Für das Rennen am Sonntag hofft der Mexikaner auf mehr als nur die ersten Punkte der Saison: „Ich wäre enttäuscht, wenn ich die Position nicht halten kann. Mein Ziel ist es, der beste Fahrer hinter den drei Top-Teams zu sein. Das Rennen wird allerdings sehr hart werden. Ich erwarte ganz andere Bedingungen als im Training. Ich denke, dass mir meine Erfahrung dabei helfen wird.“

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