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Fehlstart für Force India

Null Punkte trotz Steigerung

Sergio Perez - Force India - GP Australien 2018 Foto: sutton-images.com 34 Bilder

Force India ist mit einer Nullrunde in die neue Saison 2018 gestartet. Der WM-Vierte des Vorjahres wird sich schwer tun, diesen Platz zu verteidigen. Wir erklären, wo die Probleme des Rennstalls aus Silverstone liegen.

28.03.2018 Michael Schmidt

Das war kein Einstand nach Maß. Force India blieb in der Qualifikation zum GP Australien im Q2 hängen, und auch im Rennen gab es für die Weltmeister der Effizienz keinen zählbaren Erfolg. Sergio Perez fuhr um 1,095 Sekunden am letzten WM-Punkt vorbei. Die direkten Gegner McLaren und Renault konnten dagegen mit beiden Fahrern punkten. Und HaasF1 hätte ganz groß abgeräumt, wären nicht die Pannen beim Boxenstopp passiert.

Force India hat im Moment nur das siebtschnellste Auto im Feld. Das reicht unter normalen Umständen nicht für WM-Punkte, auch wenn zwei direkte Gegner ausfallen. Das große Aero-Upgrade mit Diffusor, Heckflügel, Seitenkasten-Flügel und Bremsbelüftungen hinten brachte bis jetzt noch nicht den Fortschritt, den der Windkanal und die Simulationen versprachen. Und der lag bei über einer halben Sekunde. „Da ist noch nicht alles angekommen“, gab Technikchef Andy Green zu. „Wir haben im Moment noch ein Problem vom Scheitelpunkt zum Kurvenausgang.“

Neue Gegner sind anderes Kaliber

Force India - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2018 Foto: xpb
Die grüne Farbe zeigt an, dass Force India in Melbourne viele Update-Teile getestet hat.

Teamchef Bob Fernley ist sich sicher, dass der VJM11 am Ende das auf der Strecke umsetzen wird, was man anhand der mathematischen Modelle erwarten kann. „Es wird zwei bis drei Rennen dauern, bis wir das Paket verstehen. In Bahrain kommt ja auch noch ein neuer Frontflügel dazu.“ Auch Perez ist überzeugt: „Wir werden bald wieder in der Lage sein, aus eigener Kraft um WM-Punkte zu kämpfen.“

Fernley erkennt schon jetzt eine deutliche Steigerung zu 2017. „Die Mercedes-Teams haben sich im Vergleich zu Melbourne 2017 im Schnitt um 1,1 Sekunden verbessert. Leider sind die Renault-Teams um 1,6 Sekunden besser geworden. Und genau das sind jetzt unsere Gegner.“

Force India hat es dieses Jahr nicht mehr mit Williams und Toro Rosso zu tun, sondern mit Renault und McLaren. „Die haben nicht nur mehr Geld und Leute als wir, sondern auch exzellente Fahrer“, rechnet Fernley vor. „Umso wichtiger ist es, dass wir die gleichen Qualitäten zeigen wie im letzten Jahr. Konstanz, Zuverlässigkeit, gute Rennstrategie. Auch 2017 hatten wir nur bei ganz wenigen Rennen das viertschnellste Auto und wurden trotzdem Vierter.“

Know-How-Transfer zwischen Ferrari und Haas

Das Thema HaasF1 darf natürlich nicht fehlen. Der US-Rennstall war Force India schon immer ein Dorn im Auge. Man findet es ungerecht, dass ein Team 70 Prozent des Auto bei einem anderen Team einkauft, während man selbst immer an der Grenze zum Existenzminimum den Großteil des Fahrzeuges selbst bauen muss.

„HaasF1 fährt den letztjährigen Ferrari. Deshalb sind sie so schnell“, giftet Fernley. Andy Green sieht eher Elemente des 2018er Ferrari im HaasF1. Viel mehr beunruhigt ihn aber der Gedankenaustausch unter den Ingenieuren der beiden Teams. „Es kann mir keiner erzählen, dass die nicht miteinander kommunizieren, um schneller zu entwickeln und Probleme zu lösen. Das ist für HaasF1 ein unheimlicher Knowhow-Transfer frei Haus.“

Neuester Kommentar

"Fehlstart bei Force India" - auch wieder so ein Unsinn. Es ist doch längst bekannt, dass dieses Team die großen Innovationen ankündigungsgemäß erst im Laufe der Saison sukzessive zum Einsatz bringen will.

Bei dieser Zeitschrift scheint der Leser wirklich systemtisch verulkt werden zu sollen.

Nabob 29. März 2018, 01:47 Uhr
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