Force India

Fisichellas Zweijahresplan

Foto: Force India 15 Bilder

Giancarlo Fisichella ist zu dem Team zurückgekehrt, bei dem er schon zwei Mal war. 1997, 2002 und 2003 fuhr der Italiener für Jordan, der Rennstall aus dem seine neue Heimat Force India entstanden ist. Das Basislager befindet sich immer noch am Rande der Rennstrecke von Silverstone.

"Es ist eine Art Heimkehr", lächelt der 34-jährige Römer. Nach drei Jahren Renault sieht er sein Engagement beim Zehnten der letztjährigen Konstrukteurs-WM nicht als Abstieg, sondern als neue Herausforderung. "Natürlich ist Force India von der Größe her nicht mit Renault zu vergleichen, aber hier entsteht etwas. Force India kann den gleichen Weg nehmen wie Red Bull. Das Team hat jetzt das nötige Geld, es hat gute Leute und zwei Windkanäle, die rund um die Uhr laufen. Jetzt muss sich nur noch alles zusammenfügen. Wir brauchen etwas Zeit."

Fisico optimistisch

Weil er bei Force India nicht nur in der Aufbauphase dabeisein will, hat Fisichella einen Zweijahresvertrag unterschrieben. "Ich glaube an das Projekt. Die erste Saisonhälfte in diesem Jahr wird sicher zäh, aber da müssen wir durch. Wenn dann das Aerodynamikprogramm greift und noch einige andere Entwicklungen ans Auto kommen, wird es schnell aufwärts gehen." Mit den anderen Entwicklungen ist das Schnellschaltgetriebe gemeint, das im Verlauf der Saison debütieren soll.

Im Augenblick testet Force India mit der B-Version des Vorjahresautos. "Die 2008er Aerodynamik kommt zum letzten Barcelona-Test Ende Februar", verrät Fisichella. Der 34-jährige Römer kann jetzt bereits erste Fortschritte erkennen: "Wir haben bei der Abstimmung einige Dinge gefunden, die die Balance des Autos deutlich verbessert haben."

Bescheidene Ziele

Force India will in diesem Jahr wenigstens Vorletzter werden. Fisichella hält Punkte für möglich. Technikchef Mike Gascoyne spricht gar von "fünf bis zehn Punkten". Sein Fahrer klammert sich an die Erfahrung, dass es in jeder Saison ein bis zwei Rennen gibt, "wo auch die Kleinen einen Glückstreffer landen können. Denken Sie an den Grand Prix von Brasilien 2003. Da habe ich im Jordan gewonnen."

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