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Force India gerettet

Stroll investiert in Rennstall

Force India - Logo - 2018 Foto: xpb 33 Bilder

Die Angestellten des von der Pleite bedrohten Force India-Rennstall können aufatmen. Eine Investorengruppe um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll sichert die Zukunft des Teams aus Silverstone.

08.08.2018 Tobias Grüner

Nachdem Force India vor der Sommerpause unter Gläubigerschutz gestellt wurde, sah es kurz bedrohlich aus für die 405 Mitarbeiter des Formel-1-Rennstalls. Doch nun können alle Beteiligten aufatmen. Am Dienstag (7.8.2018) wurde ein Deal mit einer Investorengruppe abgeschlossen. Somit werden auch beim kommenden Rennen in Spa-Francorchamps 20 Autos am Start stehen.

Die Liste der Retter ist lang. Das frische Geld kommt vom kanadischen Milliardär Lawrence Stroll, der sein Geld mit Mode-Unternehmen gemacht hat, sowie den Investoren Andre Desmarais (Finanz-Sektor), Jonathan Dudman (Sport-Management), John Idol (Mode-Business), John McCaw (Telekomunikations-Sektor), Michael de Picciotto (Finanz-Sektor) sowie Strolls Geschäftspartner Silas Chou.

Neue Investoren übernhemen das Zepter

Lawrence Stroll - Williams - F1 - 2018 Foto: sutton-images.com
Der kanadische Geschäftsmann Lawrence Stroll übernimmt mit seinen Partnern die Kontrolle bei Force India.

Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer hatte die Verhandlungen zur Übernahme zusammen mit den Insolvenzverwaltern von FRP Advisory LLP geführt. Die neuen Investoren werden die Geschäfte des Rennstalls mit sofortiger Wirkung übernehmen und damit die ehemaligen Besitzer Vijay Mallya, Subrata Roy und die Mol-Familie ersetzen. Alle Gläubiger sollen nun zügig ihr Geld bekommen, damit Force India endlich wieder normal operieren kann.

Szafnauer zeigte sich erleichtert, nachdem die Übernahme mit den Wunschpartnern nun relativ schnell vollzogen werden konnte: „Diese Lösung sichert Force India die Zukunft in der Formel 1 und wird es unserem Team aus echten Racern ermöglichen, im Kampf gegen die Konkurrenz wieder das volle Potenzial auszuschöpfen. Ich bin sehr erfreut, dass wir von einer Gruppe an Investoren unterstützt werden, die an uns als Team glaubt und die jetzt und in Zukunft ein maßgebliches Business-Potenzial für Force India in der Formel 1 sieht.“

Die 405 Mitarbeiter des Teams können nun wieder ohne Sorge um ihren Arbeitsplatz positiv in die Zukunft blicken. Nachdem die kurze Krise bewältigt ist, soll es nun auch wieder sportliche aufwärts gehen: „Unser Wissen und unser Ehrgeiz hat stets dafür gesorgt, dass wir über unserer eigentlichen Gewichtsklasse boxen konnten. Dieses neue Investment stellt sicher, dass wir eine rosige Zukunft vor uns haben“, so Szafnauer.

Solide Basis für Force India

Otmar Szafnauer - Force India - F1 - 2018 Foto: xpb
Force-India-Sportdirektor Otmar Szafnauer muss nun für eine geregelte Übernahme sorgen.

Auch Insolvenzverwalter Geoff Rowley zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Es kommt nicht oft vor, dass eine Firma gerettet und wieder in einen zahlungsfähigen Zustand gebracht werden kann. Alle Schulden werden beglichen, alle Jobs sind gesichert und das Team bekommt eine substanzielle finanzielle Basis, mit der man in die Zukunft investieren kann.“

Schon in den nächsten zwei, drei Wochen soll das Gläubigerschutz-Verfahren offiziell eingestellt werden. Das Team geht weiter unter dem alten Namen an den Start. Informationen darüber, ob die Auszahlung der historischen Prämiengelder durch die kurzzeitige Zahlungsunfähigkeit beeinträchtigt ist, machte der Rennstall in der Übernahmeerklärung nicht.

Auch die Auswirkungen auf das Fahrerpersonal sind noch nicht abzusehen. Es ist gut möglich, dass Lawrence Stroll seinen Sohn Lance in der kommenden Saison vom schwächelnden Williams-Team zu Force India bringen wird. Dann müsste entweder Sergio Perez oder Esteban Ocon seine Sachen packen. Durch den Wechsel von Daniel Ricciardo zu Renault sind allerdings nicht mehr viele Alternativen frei.

Neuester Kommentar

>Also letztlich eine alles überdeckende wirtschaftliche Gestaltungsmacht, die notwendigerweise den eigentlichen technischen und fahrerischen Wettbewerb stark beeinflusst, so dass letztlich das Regelment danach ausgerichtet wird bei schwacher und vermutlich korrupter FIA, so dass am Ende von vornherein, da unerwünscht ist, wenn es es nicht dazu kommt, dass andere Wettbewerber gar nicht erst aufsteigen, geschweige denn gewinnen können, weil sie nicht sollen - letztlich ein Kartell der Motorenlieferanten.<

Also dafür musste ich mich jetzt echt registrieren. Ich höre Caesar im Hintergrund leise klatschen, denn selbst er hat es nicht geschafft solche Satzkonstruktionen im De Bello Gallico unterzubringen.
Applaus, applaus. Inhaltlich habe ich allerdings nicht den leisesten Schimmer, was das sollte.

Chiner 9. August 2018, 13:10 Uhr
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