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Force India überrascht sich selbst

Zwei Autos in den Top Ten

Carlos Sainz - Renault - GP Monaco - Formel 1 - Samstag - 26.5.2018 Foto: sutton-images.com 48 Bilder

Das haben sonst nur Ferrari und Mercedes geschafft. Force India ist das dritte Team, das beide Autos in die Top Ten der Startaufstellung brachte. Dabei hatte es nach den freien Trainingssitzungen noch so ausgesehen, dass es ein Kampf würde, ein Auto für die Top Ten zu qualifizieren.

27.05.2018 Michael Schmidt

Im ersten Training landeten die Force India-Piloten auf den Plätzen 8 und 11. In der zweiten und dritten Sitzung kamen Sergio Perez und Esteban Ocon nicht über die Positionen 12 und 13 hinaus. „Es wird ein Kampf, ein Auto ins Q3 zu bringen“, fürchtete Sportdirektor Otmar Szafnauer kurz vor der Qualifikation. Eine Stunde später flogen bei dem WM-Siebten die Sektkorken. Ocon qualifizierte sich für Startplatz 6, Perez für Rang 9. Beide schafften es ohne großes Zittern in die letzte K.O.-Runde der Qualifikation. „Jetzt gibt es für uns nur einen Auftrag“, erklärte Perez: „Wir müssen morgen so viele Punkte wie möglich für das Team sammeln.“

Carlos Sainz - Renault - GP Monaco 2018 - Qualifying Enges Mittelfeld in Monaco Renault doch nicht vierte Kraft

Force India liegt nach 5 Rennen bereits 23 Punkte hinter dem angestrebten 4. Platz. Da ist ein Punktesegen auf den Rennstrecken Pflicht, die dem pinkfarbenen Auto liegen. Monte Carlo zählt dazu. Ein Setup-Trick half dem Team aus der Mittelmäßigkeit der freien Trainingssitzungen. „Wir haben vorne den Grip erhöht und das Untersteuern reduziert. Sofort haben sich unsere Fahrer wohler gefühlt“, berichtete Szafnauer. Ocon jubelte: „Das ist die Qualität dieses Teams. Wir finden auch in schwierigen Situationen immer eine Lösung.“ Szafnauer hofft, sich mit der frontlastigen Balance für das Rennen kein Bein gestellt zu haben.

Die Angst vor dem Hypersoft-Reifen

Auch bei Force India geht die Sorge um, dass Körnen auf den Reifen im Rennen zum Problem werden könnte. „Die meisten kriegen es vorne, einige wenige hinten. Entscheidend ist, wann du es bekommst. Jeder wird versuchen, seine Reifen einigermaßen am Leben zu halten. Ich erwarte deshalb eine Prozession, bis der erste aus dem Konvoi ausbricht“, berichtete Sergio Perez. Der Mexikaner ist normalerweise ein Meister des Reifenmanagements. „Hoffentlich macht das am Sonntag den Unterschied aus.“ Da wurmte immer noch die Trainingsniederlage gegen Ocon. Der Franzose war zwar nur um 93 Tausendstel schneller, steht aber drei Positionen weiter vorne.

Force India muss sich vor allem vor den Autos in Acht nehmen, die ab Platz 11 starten und freie Reifenwahl haben. Im Team geht man davon aus, dass Nico Hülkenberg, Stoffel Vandoorne, Sergey Sirotkin und Charles Leclerc mit dem härteren Ultrasoft-Reifen starten und den ersten Boxenstopp wesentlich länger hinauszögern können. Was ein Einstopp-Rennen einfacher macht. Ewig kann man seine Position auch in Monte Carlo halten, wenn die Reifen einbrechen, meint Perez. „Ab einem Delta von zwei Sekunden wird es gefährlich. Dann musst du stur deine Linie mitten in der Straße halten. Der Hintermann kommt in dem Fall nur mit Feindkontakt vorbei.“

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