Sergio Perez - Force India - GP China - Shanghai - 6.4.2017 xpb
Force India - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2017
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Force India - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2017
Force India - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 23. März 2017 21 Bilder

Force India mit Nachholbedarf

„Nur das achtschnellste Team“

Force India sammelte in Melbourne sieben Punkte. Obwohl der VJM10 noch zu langsam ist. Für den GP China 2017 gibt es ein paar kleinere Upgrades. Damit will man die Lücke zur Konkurrenz etwas schleißen.

Das Ergebnis vom Saisonauftakt schmeichelte Force India. Sergio Perez brachte als Siebter sechs Punkte aufs Konto. Neuzugang Esteban Ocon holte mit Rang zehn seinen ersten WM-Punkt in der Formel 1. Mit insgesamt sieben Zählern steht Force India damit nach dem ersten Rennen auf der fünften Position in der Team-WM. Hinter Williams, aber vor Toro Rosso, Renault und HaasF1. Obwohl der VJM10 eigentlich langsamer ist als die Konkurrenzprodukte.

Schwächen erkannt, Neuteile kommen

„Uns fehlt sowohl auf eine Runde als auch im Rennen der Speed. Dort klafft die Lücke ein bisschen mehr auf als im Qualifying. Wir sind aktuell das siebt- oder achtschnellste Team im Feld. Wir liegen also hinten im Mittelfeld“, konstatiert Perez. Die Schwächen des rosa Rennwagens sind identifiziert. Es fehlt dem Auto hauptsächlich an Anpressdruck an der Hinterachse. Für den GP China 2017 bringt Force India kleinere Updates. „Wir hoffen, dass wir dadurch unsere Probleme lindern können“, sagt Perez. Den ganz großen Umbau setzt der indisch-englische Rennstall um Technikchef Andy Green aber erst zum GP Kanada um. Mit kleineren Seitenkästen. Sie sind im ersten Entwurf zu groß geraten, weil die Ingenieure die Kühler nach den Angaben von Motorenlieferant Mercedes zu konservativ ausgelegt haben.

Sergio Perez - GP Australien 2017
sutton-images.com
In Australien gelangen Sergio Perez zwei Überholmanöver.

Bis die umfangreichen Modifikationen ans Auto kommen, hat sich Perez einen Schlachtplan zurecht gelegt. „Wir müssen jede Chance nutzen, die sich uns bietet. So wie in Australien. Das war insgesamt ein tolles Wochenende für uns mit einem Ergebnis, das wir vorher nicht erwartet hatten.“

Wie seine Kollegen hat der Mexikaner großen Spaß an der neuen Rennwagen-Generation. „Egal, wo man sich befindet: Man genießt es einfach, diese Autos zu fahren. Mit den Reifen können wir länger am Limit fahren. Sie überhitzen nicht so schnell.“ Mehr Abtrieb bedeutet aber auch kürzere Bremswege. Und weniger anfällige Reifen verursachen geringere Geschwindigkeitsunterschiede. Beides erschwert Überholmanöver. In Australien gab es nur fünf Stück. Zwei davon kamen von Perez. „Beides Mal ohne DRS“, lobt sich der Pilot selbst.

Mitgefühl mit Pascal Wehrlein

In Melbourne musste man schon zwei Sekunden schneller sein, um den Vordermann zu überholen. „In China sollte ein geringerer Überschuss ausreichen“, glaubt Perez. Weil die Geraden länger sind, und damit der DRS-Effekt stärker zum Tragen kommt. Einfach wird es dennoch auch in Shanghai nicht. „Man muss mehr riskieren als früher. Die Reifen spielen keinen so großen Unterschied mehr. Schaut euch nur Lewis an. Er konnte mit frischen Reifen Verstappen auf seinen alten Sohlen nicht mal angreifen.“

Der geringere Reifenverschleiß führt zwangsläufig zu weniger Boxenstopps. „Die Strategie wird noch wichtiger“, schlussfolgert Perez. Wer sich taktisch verkalkuliert und verspekuliert, landet hinter einem langsameren Auto und verliert kostbare Zeit. So gesehen bei Hamilton in Australien.

Ein Gesprächsthema im Fahrerlager ist der Ausfall von Pascal Wehrlein, der nach seiner Rückenverletzung weiter passen muss. Perez fühlt mit seinem Kollegen. „Ich hoffe, es ist wirklich nur ein physisches Problem und nichts Schlimmeres. Hoffentlich ist Pascal bald wieder fit.“

Perez durchlebte in seiner Karriere eine ähnliche Situation. Damals fuhr er noch für Sauber. Nach einem Unfall in Monaco 2011 musste der 27-Jährige den darauf folgenden GP Kanada aufgrund einer Gehirnerschütterung auslassen. Danach quälte sich Perez wieder ins Auto. Ohne komplett wohlauf zu sein. „Ich respektiere Pascals Entscheidung. Aber ich überlasse niemandem gerne mein Auto. Selbst wenn du im Auto leidest, bringst du dich darin am besten in Form. Nach meinem Unfall hatte ich bis zu Sommerpause zu kämpfen. Das waren vier bis fünf Rennen.“

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