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Force India-Comeback in Monza

Zehn Punkte ohne Zittern

Force India atmet auf. Nach vier mageren Rennen gab es endlich wieder zweistellig Punkte. Esteban Ocon und Sergio Perez blieben sich fern. Und das ganz ohne Stallregie.

Force India und Williams haben Monza mit je 10 Punkten im Gepäck verlassen. Damit rückt der vierte WM-Platz für Force India immer näher. Der Abstand der beiden Mercedes-Kundenteams beträgt immer noch 58 Zähler. Aber es steht wieder ein Rennen weniger auf dem Kalender.

Monza spielte Williams und Force India gute Karten zu. Der schnellste Kurs im GP-Kalender war für die Autos mit den Mercedes-Motoren wie maßgeschneidert. Sergio Perez hatte mit 357,4 km/h das schnellste Auto auf der Geraden, Felipe Massa mit 356,7 km/h das zweitschnellste. „Dabei sind wir mit mehr Abtrieb hier gefahren als sonst“, verriet Force India-Technikchef Andy Green.

Glück im Unglück mit Getriebeschaden

Esteban Ocon & Sergio Perez - Force India - GP Italien - Monza - Formel 1 - 31. August 2017
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Esteban Ocon hatte vom Podium geträumt, doch am Ende musste sich der lange Franzose mit dem 6. Platz begnügen. „Ich bin happy mit meiner Leistung, aber auch ein bisschen enttäuscht, weil das mit dem Podium nicht geklappt hat. Wir müssen jedoch realistisch bleiben. Eine Zeitlang dachte ich, dass ich Räikkönen hinter mir halten kann. Doch die Mercedes und Ferrari waren einfach zu stark für uns.“ Statt nach den Sternen zu greifen, musste sich Ocon mit den beiden Williams in seinem Rückspiegel herumschlagen.

Sergio Perez wurde trotz seiner Strafversetzung auf den 10. Startplatz noch Neunter. Beim Durchschalten des Getriebes in der Früh in der Box wurden zwei Gänge gleichzeitig eingelegt. Das Getriebe musste raus. „Glück gehabt“, sag Sportdirektor Otmar Szafnauer den Zwischenfall entspannt: „Das hätte uns auch im Rennen passieren können.“

Perez schloss erst in den letzten Runden auf Ocon und die zwei Williams im Schlepptau auf. Ein langsamer Boxenstopp, bei dem er 1,5 Sekunden verlor, warf ihn in den Verkehr. „Zwei Runden mehr, und ich hätte die Williams vielleicht noch überholt“, ärgerte sich der Mexikaner.

Nur noch 58:55 für Perez

Force India erlebte endlich mal wieder einen entspannten Grand Prix von der Boxenmauer. Der Kommandostand musste nicht einmal eingreifen, um seine beiden Heißsporne auf der Rennstrecke zu trennen. Ocon auf Startplatz 3, Perez auf Rang 10: Da waren sechs Autos als Puffer dazwischen. In der letzten Runde blieben nur noch Lance Stroll und Felipe Massa in den beiden Williams als Schlichter übrig. Der Abstand im Ziel betrug beruhigende 3,7 Sekunden. Dafür kommen sich die Force India-Fahrer im WM-Stand immer näher. Da steht es nur noch 58:55 für Perez.

Szafnauer war mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Fahrer nach dem spannungsgeladenen GP Belgien eine Woche zuvor zufrieden: „Ein solides Resultat. Unsere Fahrer haben das Maximum herausgeholt. Sergio sogar noch ein bisschen mehr. Sein Auto wurde bei einer Attacke auf Massa in der Startrunde beschädigt. Das hat mindestens 10 Punkte Abtrieb im Heck gekostet.“ Der späte Boxenstopp erfolgte auf Wunsch des Piloten: „Checo wollte am Ende einen Reifenvorteil haben. Aber mit dem demolierten Auto hatte er gegen die Williams keine Chance.“

Motorsport Aktuell Otmar Szafnauer - Force India - 2017 Otmar Szafnauer von Force India im Interview „Der vierte Platz ist Pflicht“

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