Force India nicht in Top Ten

Kein Fortschritt trotz Update-Paket

Nico Hülkenberg - GP Singapur 2014 Foto: xpb 72 Bilder

Force India hatte sich vom großen Singapur-Update-Paket einen großen Schritt erwartet. Am Ende verpassten sowohl Nico Hülkenberg als auch Sergio Perez die Top Ten. Für das Rennen müssen sie jetzt auf ungewöhnliche Umstände hoffen.

Nico Hülkenberg ging zuversichtlich in das Wochenende. Die Ingenieure hatten einen neuen Difffusor, neue Bremsflügelchen hinten und einen neuen Frontflügel im Gepäck. Am Freitag sah es auch schon ganz ordentlich aus. Doch im Qualifying gab es nicht den erhofften Einzug in das Top Ten-Finale. Nico Hülkenberg startet nur von Rang 13, Teamkollege Sergio Perez landete knapp 3 Zehntel dahinter auf Platz 15.

"Das war nicht die Qualifikation, die wir uns erhofft haben", gab Hülkenberg zu. "Im Q1 sah es noch ganz gut aus. Im Q2 konnten wir dann aber nicht so einen Fortschritt durch die Verbesserung der Strecke machen, wie andere Piloten – zum Beispiel Toro Rosso. Wir müssen jetzt untersuchen, warum wir davon nicht so profitiert haben."

Hülkenberg setzt voll auf Supersofts im Rennen

Über die Modifikationen am Auto wollte der Rheinländer noch kein Urteil fällen: "Ich habe mich heute etwas wohler im Auto gefühlt als am Freitag. Aber wir haben einfach nicht die Leistung abrufen können. Singapur ist auch nicht die optimale Strecke, um ein Update zu beurteilen. Wir brauchen einfach noch etwas mehr Kilometer, um Daten zu sammeln und das Setup zu verbessern."

Für das Rennen erwartet Hülkenberg einen harten Kampf, um noch in die Punkte zu kommen. Überholen ist auf dem winkligen Stadtkurs schwierig. Auch über die Strategie scheint nicht viel möglich: "Ein Zweistopp-Rennen wird ziemlich schwierig. Was die Reifenwahl angeht heißt es so oft und lange Supersoft-Reifen wie möglich."

Auch Teamkollege Perez will die härtere Soft-Mischung nur kurz aufziehen lassen. "Die harten sind mehr als 2,5 Sekunden langsamer. Deshalb konzentrieren wir uns ganz auf die andere Sorte", so der Mexikaner.

Perez bekommt keine Temperatur in die Reifen

Mit dem Platz in der Reihe hinter Hülkenberg war Perez verständlicherweise nicht glücklich. "Das war eine seltsame Sitzung heute. Ich hatte Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen – egal wie ich die Reifen auf der Outlap angefahren bin. Ich habe einfach keinen Grip gefunden. Wir haben uns mehr erhofft. "

Was die Chancen für das Rennen angeht, gibt sich auch der ehemalige McLaren-Pilot zurückhaltend: "Es gab bisher in jedem Rennen, das ich hier gefahren bin, ein Safety-Car. Da muss man in Sachen Strategie flexibel sein. Der Start wird sehr wichtig sein. Vielleicht kommt der Regen morgen auch etwas früher. In Singapur kann alles passieren. Aber allzu gut sieht es nicht aus."

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