Sergio Perez - GP Australien 2017 xpb
Force India VJM10 - F1 2017
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Diät für Force India-Fahrer

Perez hat Hunger

Nach dem Sponsor-Coup von Force India blickt Sergio Perez optimistisch in die Zukunft. Endlich ist genug Geld für die Entwicklung in der Kasse. Zuerst einmal muss der Mexikaner aber Gewicht abspecken.

Sergio Perez lag gerade auf der Massagebank, als ihn der Anruf von Sportdirektor Otmar Szafnauer erreichte. Und der stellte seinem Fahrer eine seltsame Frage: „Hast du etwas dagegen, deinen Helm in Pink zu lackieren?“ Perez war zu schläfrig, um sich groß zu wundern. „Ich habe ihn dann noch einmal angerufen, als ich realisiert habe, was er von mir wollte.“

Force India hatte gerade mit der österreichischen Wasseraufbereitungsfirma BWT einen langjährigen Vertrag als Hauptsponsor abgeschlossen. Bedingung: Auto und Helm werden rosa lackiert. Am Mittwoch vor dem GP Australien sah Perez zum ersten Mal sein Auto in der neuen Farbe. „In Pink sieht es ganz anders aus. Es wird schon allein wegen der Farbe Geschichte schreiben.“ Ganz umsonst war der Farbwechsel des Helmes nicht. Es gab für die Fahrer eine Entschädigung. Perez grinst: „Wir sind uns schnell einig geworden.“

Updates sollen schneller kommen

Der Deal, der angeblich 15 Millionen Euro in die Kasse bringt, ist für Force India der Geldregen, auf den man so lange gewartet hat. „Endlich können wir das Auto so weiterentwickeln, wie wir das immer wollten. Die neuen Teile werden schneller ans Auto kommen. Früher hat uns oft das fehlende Geld davon abgehalten oder gewisse Entwicklungen verzögert“, freut sich Teammanager Andy Stevenson.

Perez bleibt deshalb auch gelassen, dass der neue Force India VJM10 mit einigen Kinderkrankheiten in den Testwinter gestartet ist. „In dieser Saison ist es nicht so wichtig, wie du am Anfang der Saison dastehst. Die Autos werden sich im Verlauf des Jahres massiv verändern. Da kommt es darauf an, wie schnell und gut du entwickelst.“ Am Saisonziel hält Force India fest. „Wir wollen uns steigern und Dritter werden“, sagt Perez frech.

Force India am Gewichtslimit in Melbourne

Eines der Probleme des neuen Autos war sein Übergewicht. In Barcelona brachte der VJM10 rund 10 Kilogramm mehr auf die Waage als geplant. „Da waren aber auch noch ein paar extra Sensoren und Messvorrichtungen dabei“, korrigiert Perez. Technikdirektor Andy Green hatte sich zum Ziel gesetzt, bis zu Saisonstart in Melbourne auf das Gewichtslimit von 728 Kilogramm zu kommen. Später soll das angestrebte Ziel von 9 Kilogramm Untergewicht erreicht werden.

Ein Teil des Abspeckprogramms betrifft die Fahrer. Esteban Ocon und Sergio Perez mussten in den zwei Wochen zwischen dem Barcelona-Test und der Qualifikation am Samstag jeweils zwei Kilogramm abnehmen. „Im Winter hatte ich wegen des verschärften Trainings Muskelmasse zugelegt. Jetzt müssen wieder ein paar Kilo runter. Ich halte seit zwei Wochen eine strenge Diät und habe jeden Tag Hunger“, stöhnt der Pilot.

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