Force India

Sutil kämpft auf verlorenem Posten

Adrian Sutil - GP Indien Foto: Force India 63 Bilder

Adrian Sutil hat mit Startplatz acht in Indien gezeigt, dass Force India auf ihn zählen kann, wenn es drauf ankommt. Wie Teamboss Vijay Mallya nun erklärte, will er sich in den zwei Wochen nach dem Heimspiel entscheiden, wer 2011 im weiß-grün-orangen Auto sitzen darf.

Adrian Sutil kämpft um seinen Job. Mit Startplatz acht bei der Qualifikation zum GP Indien hat der Force India-Pilot seine gute Serie beim wichtigen Teamheimspiel fortsetzen können. In den letzten zehn Qualifyings hat der Gräfelfinger seinen Teamkollegen Paul Di Resta sieben Mal geschlagen.

Sutil mit steigender Tendenz in der zweiten Saisonhälfte

Eigentlich konnte er sogar acht Duelle für sich entscheiden, doch in Korea entschied sich das Team aus taktischen Gründen, die Positionen in der dritten Quali-Runde zu tauschen. Man ließ Sutil in der Garage und Di Resta eine Runde drehen, weil der Schotte im Rennen auf den schnelleren weichen Reifen starten sollte.

"Das war eigentlich Verarschung in Korea", ist Sutil heute noch sauer über die Entscheidung. Durch den Tausch liegt der Deutsche nun immer noch ein Rennen im Quali-Duell hinten. Die Tendenz in der zweiten Saisonhälfte spricht allerdings klar für ihn. Trotzdem hat der 28-Jährige seinen Platz im Team für 2011 noch lange nicht sicher. Ganz im Gegenteil: Teamchef Vijay Mallya scheint sich gegen sein langjähriges Zugpferd entschieden zu haben. Nico Hülkenberg und Di Resta haben momentan die besseren Karten.

Entscheidung fällt früher als erwartet

Zunächst wollte Mallya sein Fahrerpersonal von 2012 erst im Dezember verkünden. In Indien erklärte der Milliardär nun, dass die Bekanntgabe schon in den zwei Wochen nach dem Heimspiel folgt. "Ich habe gehofft, dass die Entscheidung früher fällt", erklärte Sutil. "Ich freue mich, dass er das nun auch verstanden hat."

Zu seinen Chancen wollte sich der WM-Elfte nicht konkret äußern. "Ich liefere hier den bestmöglichen Job ab. Das sollte für die Leute eigentlich offensichtlich sein. Aber letztendlich müssen sie die Entscheidung treffen." Als Plan B bleibt für Sutil nur noch Williams übrig. "Ich schaue mich natürlich ein bisschen um", gab der Pilot zu. "Aber ich verhalte mich loyal zu meinem Team, mit dem ich nun so lange zusammen bin. Warten wir die Entscheidung ab."

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