Ford kehrt der Formel 1 den Rücken

"Jaguar wird zum Ende des Jahres aus der Formel 1 aussteigen.“ Dies gab Richard Parry-Jones am Freitag (17.9.) bekannt. Der Vizechef von Ford schränkte allerdings ein: "Es sei denn, das Team kann in den nächsten Wochen verkauft werden.“

Die dementsprechenden Verhandlungen für die Bank HSBC, der bisherige Hauptsponsor von Jaguar. Hintergrund für die überraschende Entscheidung ist die schlechte wirtschaftliche Lage des britischen Traditionsherstellers. So ist die Schließung des Jaguar-Stammwerks in Brown´s Lane beschlossene Sache.

"Die Formel 1 ist zu teuer zum gewinnen“, sagte Parry-Jones weiter. "Wir sind nicht nur um des Mitfahrens willen mit dabei.“ Auch die Zukunft des Rennmotorenherstellers Cosworth, einer Ford-Tochterfirma, wird davon abhängig gemacht, ob sich ein Käufer findet. Pläne, wonach Ford den Jaguar-Rennstall übernimmt, wurden fallen gelassen.

In diesem Jahr beliefern Ford, beziehungsweise Cosworth, drei Formel 1-Rennställe. Neben Jaguar rennen die Jordan und die Minardi mit Ford-Power. "Was die Verträge mit den Kundenteams angeht, so suchen wir in der nächsten Woche nach einer Lösung“, versprach Parry-Jones Für 2005 müssten aber auch die Kundenmotoren neu entwickelt werden, da die FIA die Laufleistung verdoppeln will, von bisher einem auf zwei Rennwochenenden.

Neuer Schwung für das Fahrerkarussell

Sollten tatsächlich drei Teams mangels Motoren 2005 nicht fahren können, so müssten laut Concorde-Agreement die verbliebenen sieben Teams jeweils drei Autos an den Start bringen. Die neuen Cockpits würden natürlich auch das Fahrer-Karussell mächtig in Schwung bringen.

Noch vor drei, vier Jahren galt das Jaguar-Rennteam als Synonym für Geldverschwendung. Unter dem Zepter des damaligen PAG-Chefs (Premier Automotive Group) wurde der mit angeblich drei Millionen Dollar jährlich bezahlte Rennsportchef Bobby Rahal bereits nach wenigen Monaten entlassen und durch Niki Lauda ersetzt. Der Österreicher, der seinerseits nach eineinhalb Jahren wieder gefeuert wurde, besaß einen Fünf-Jahres-Vertrag, der insgesamt mit einer zweistelligen Dollar-Millionensumme dotiert war. Auch Jackie Stewart, aus dessen Stewart-Rennstall das Jaguar-Formel 1-Team Anfang des Jahres 2000 hervorging, verdiente Millionen dank der damals noch sehr spendablen Katzen-Marke.

Während Stewart 1999 noch einen GP-Sieg verbuchen konnte, blieb der sportliche Erfolg von Jaguar stets gering. Siege gab´s keine. Vom neunten Platz in der Konstrukteurs-WM 2000 verbesserte man sich 2001 auf Rang acht. 2002 und 2003 belegte Jaguar jeweils den siebten Platz. Auch in diesem Jahr ist Jaguar siebter und damit Viertletzter.

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