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Formel 1

200 PS weniger und trotzdem schneller

Trotz drastischem Leistungsverlust sinken die Rundenzeiten gegenüber 2005. Die Reifen sind weicher geworden, die Autos ausgewogener. Die fehlende Höchstgeschwindigkeit kompensieren die Formel 1-Renner mit deutlich gestiegenen Kurven-Geschwindigkeiten.

Die Motorleistung fiel nach der Hubraumverkleinerung von drei auf 2,4 Liter von 940 auf 740 PS. Das Drehmoment sank gegenüber 2005 um 20 Prozent, dennoch lagen die Rundenzeiten am Nürburgring, in Barcelona und Monte Carlo unter denen des Vorjahres. Ohne das ungewöhnlich heiße Wetter wären auch die Silverstone-Zeiten gepurzelt.

Die schwächeren Motoren machen die Autos auf den Geraden langsamer. Bei Williams fehlten gegenüber 2005 auf der schnellen Hangar-Straight 32 km/h. Doch in den Kurven sind die Autos deutlich schneller geworden. Copse-Corner ging um 21 km/h schneller, Becketts um 14 km/h. In Stowe-Corner stieg das Tempo sogar um 27 km/h.

Michael Schumacher: "Weniger Unruhe"

Der Anstieg der Kurvengeschwindigkeiten hat drei Gründe: Weil Reifenwechsel wieder erlaubt sind, sind die Gummimischungen um zwei Stufen weicher. Da die Aerodynamikregeln zum Jahreswechsel unangetastet blieben, entwickelten die Ingenieure immer ausgefeiltere Lösungen.

Schließlich sind die Autos deutlich harmonischer zu fahren. Leistung und Abtrieb sind im Gleichgewicht. Es wird später gebremst und früher beschleunigt. "Man fliegt mit weniger Speed auf die Kurven zu,. Damit ist weniger Unruhe im Auto. Die Linie wird flüssiger", sagt Michael Schumacher.

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