Formel 1-Büro erteilt Freigabe

Verstappen-Debüt in Suzuka

Max Verstappen - Showrun - Rotterdam 2014 Foto: Red Bull 53 Bilder

Max Verstappen wird im Alter von 17 Jahren und drei Tagen beim ersten Taining zum GP Japan sein Formel 1-Debüt geben. Das Formel 1-Büro erteilte dem Toro Rosso-Fahrer die Freigabe für die Teilnahme an den Freitagstrainings. Der nächste Schritt ist eine Superlizenz auf Bewährung.

Das Debüt des jüngsten Formel 1-Fahrers aller Zeiten nimmt Formen an. Max Verstappen wird in der ersten Sitzung zum GP Japan in einem Toro Rosso seine ersten Runden in einem offiziellen Training drehen. Das Formel 1-Büro erteilte dem Holländer, der am 30. September 17 Jahre alt wird, eine Berechtigung zur Teilnahme an den Freitagstrainings.

Das ist noch keine offizielle Superlizenz. Dazu bräuchte Verstappen Junior noch 300 Kilometer an einem Tag in einem aktuellen Auto. Das ist aber nur bei den Testfahrten nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi möglich.

395 Kilometer im STR7 waren die Eintrittskarte

Bis jetzt hat Max Verstappen alle Hürden mit Bravour genommen. Der Sohn von Jos Verstappen liegt nach neun von elf Veranstaltungen zur Formel 3-Europameisterschaft mit 325 Punkten auf Platz 2 hinter Esteban Ocon (402 Punkte). Es ist die erste Rennsaison in einem Formelfahrzeug für das Wunderkind, das Red Bull-Berater Helmut Marko bereits mit dem frühen Ayrton Senna vergleicht.

In der Woche nach dem GP Italien spulte Verstappen in einem alten ToroRosso STR7 395 Kilometer auf dem Adria Raceway nahe Rimini ab. Das war die Eintrittskarte für einen Antrag für die Freitags-Trainings beim Formel 1-Büro. Dabei handelt es sich um ein Gremium, dem Bernie Ecclestone, FIA-Präsident Jean Todt, Ferrari-Rennleiter Marco Mattiacci und ein Vertreter eines weiteren Teams angehören. Im Rotationsverfahren sind das Williams oder McLaren.

Viele Hürden vor der Superlizenz

Für die direkte Ausstellung einer echten Superlizenz müsste Verstappen Meister in einer der Nachwuchsklassen Formel 3, GP2 oder Renault-Weltserie werden oder bei den IndyCars unter den Top 4 landen. Klappt es nicht mit dem Meistertitel, muss sich der Antragsteller in zwei aufeinander folgenden Jahren in den Top 3 der Formel 3, GP2 oder Renault-Weltserie platzieren. Das wird aber nicht in allen Fällen so eng gesehen. Schafft der betreffende Fahrer 300 Kilometer in einem aktuellen Formel 1-Auto, dann wird in den meisten Fällen eine provisorische Superlizenz ausgestellt. Der Neuling steht dann neun Monate unter Beobachtung.

Für Max Verstappen wird der Formel 1-Traum früher wahr als für jeden anderen Rennfahrer in der GP-Geschichte. Am Freitag vor Suzuka ist er exakt 17 Jahre und drei Tage alt. Mit Suzuka hat sich der Holländer gleich die schwierigste Strecke im Kalender ausgesucht. Suzuka hat schon so manchem Neuling den Zahn gezogen. 2009 und 2010 landeten einige junge Fahrer, die Suzuka wegen des Intermezzos von Fuji 2007 und 2008 nicht kannten, unsanft in den Leitplanken.

Auch Verstappen weiß, was auf ihn zukommt. Nicht nur, weil er den 5,803 Kilometer langen Kurs bereits im Simulator kennengelernt hat: "Mein Vater ist in Suzuka oft gefahren. Er hat mir gesagt, dass es keine einfache Strecke ist, seine Karriere zu starten."

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