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GP Türkei 2010
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Formel 1: Jenson Button

Button sieht Istanbul als McLaren-Strecke

Jenson Button will nach der Nullrunde von Monte Carlo zurückschlagen. Auf der Strecke, die er im letzten Jahr beherrscht hat, soll wieder ein gutes Resultat her. Die Chancen stehen nach Ansicht des Weltmeisters gut: : "Das geforderte Abtriebsniveau in Istanbul kommt unserem Auto entgegen."

Jenson Button hat in Monte Carlo seinen ersten Nuller geschrieben. Der Motor überhitzte, nachdem ein Mechaniker auf dem Startplatz vergessen hatte, die Abdeckung vom linken Kühler zu entfernen. "Fehler passieren", zuckt der Weltmeister mit den Schultern. "Der verantwortliche Mechaniker ist untröstlich. Er wird diesen Fehler sicher nie wieder machen."

Formel 1: McLaren hat meiste Erfahrung mit F-Schacht

Für den GP Türkei sieht der Vorjahressieger wieder positiv: "Die Strecke wird uns mehr liegen als Monte Carlo. Auch Barcelona ist nicht unbedingt mit Istanbul vergleichbar. Das Abtriebsniveau ist hier noch geringer als in Barcelona. Und die langen Geradeauspassagen sollten uns helfen. Die anderen kopieren zwar unseren F-Schacht, aber keiner hat mit dem System soviel Erfahrung wie wir."

Den Spezialfall Monte Carlo möchte Button am liebsten schnell vergessen. "In Monaco war Abtrieb in langsamen Kurven gefragt. Das ist in diesem Jahr nicht unsere Stärke. Die Red Bull gehen dafür in diesen Kurven umso besser. Im letzten Jahr war es bei denen noch umgekehrt. Jetzt haben sie mit Abstand die beste Traktion." Das Frustrierende ist, dass die Red Bull auch in den schnellen Ecken der Konkurrenz davonfliegen. "In Kurve 9 in Barcelona haben sie uns 18 km/h abgenommen", gibt Button zerknirscht zu.

Red Bull momentan kaum zu schlagen

Unter diesen Vorzeichen mag man sich gar nicht ausmalen, wieviel Zeit die Red Bull in der berühmten Kurve 8 von Istanbul gewinnen werden. Dort geht es mit 260 km/h fast acht Sekunden lang linksherum. Button räumt ein: "Die Red Bull stehen zur Zeit alleine da. Es geht darum, sie einzuholen." Was schwer genug ist: "Eine Sekunde Rückstand machst du nicht in ein paar Wochen wett."

Auf dem Papier scheint Red Bulls Situation vergleichbar mit seiner eigenen aus dem Jahr zuvor. Da startete Jenson Button mit einem überlegenen Auto in die Saison. Der Titelverteidiger differenziert: "Ich hatte nur im ersten Rennen einen echten Vorteil, und der war nie so groß, wie der von Red Bull jetzt. Danach gab es bis Silverstone immer ein Auto, das im Renntrim so schnell war wie das unsere. Wir haben uns in der ersten Saisonhälfte einfach weniger Fehler geleistet als unsere Gegner."

Da spricht Button auf die hohe Fehlerquote bei Red Bull an. Angesichts der Überlegenheit der dunkelblauen Autos sind acht Punkte Vorsprung auf ihn keine zufriedenstellende Ausbeute. "Ich konnte im Vorjahr von einem größeren Polster zehren." Der Rückblick auf 2009 macht Button Mut. "In Istanbul habe ich das Rennen überlegen gewonnen. Einen Grand Prix später lag Red Bull klar vorne. So schnell kann es gehen in der Formel 1." 

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