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Formel 1 GP Türkei 2010
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Formel 1: Deutsche F1-Piloten in der Türkei

Es gibt noch Verbesserungspotenzial

Die deutschen Formel 1-Piloten sind allesamt noch nicht ganz happy mit ihren Leistungen in Istanbul. Die meisten sind sich sicher, dass es noch weiter nach vorne gehen muss. Adrain Sutil und Sebastian Vettel hadern zum Beispiel noch mit dem F-Schacht-System.

Sebastian Vettel:

Ganz vorne mischte Sebastian Vettel diesmal nicht mit. Der Heppenheimer musste sich mit den Plätzen fünf und drei in den beiden Trainings begnügen und sich jeweils den McLaren geschlagen geben. "McLaren ist hier sehr konkurrenzfähig", meint Vettel. "Ihr System scheint gut zu funktionieren und sie scheinen auf der Geraden ein bisschen schneller als alle anderen zu sein."

Mit System meint Vettel das F-Schacht-System von McLaren. Red Bull testete seine Version des Aerodynamik-Tricks in Istanbul zum ersten Mal. Ob der F-Schacht wirklich im Auto bleiben wird, weiß man allerdings noch nicht. "Wir müssen noch etwas Feintuning betreiben."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenbergs Tag verlief recht ruhig. Der Williams-Pilot belegte am Freitag die Plätze 16 und 12. "Es hat heute nicht so schlecht angefangen", fasst er zusammen. "Wir wissen aber auch, dass es noch Bereiche gibt, in denen wir noch weiter steigern müssen."

Was die Strecke angeht, muss Hülkenberg sich nicht mehr groß steigern. Er kennt den Istanbul Otodrom Circuit aus seiner Zeit in der GP2. "Ich fühle mich sehr wohl auf der Strecke", meint er. "In Kurve acht kommt es einem so vor, als würde jemand mit dem ganzen Körpergewicht gegen deinen Kopf drücken."

Am Freitag stand für Hülkenberg vor allem das Finden des richtigen Setups auf dem Programm. Dazu gehörte auch die Abstimmungsarbeit mit den Reifen. "Ich denke, es liegen vier bis fünf Zehntel zwischen der weichen und der harten Mischung. Auf einer Runde kann man viel rausholen, aber der weiche Reifen hält nicht lange."

Timo Glock:

Timo Glock war mit dem ersten Trainingstag nicht zufrieden. Platz 23 am Morgen, Rang 22 am Nachmittag. Immerhin konnte er den Abstand zur Spitze von 6,9 auf 5,0 Sekunden verkürzen. "Am Morgen haben wir lange abgewartet. Da war ja mehr Rost als Gummi auf der Strecke." In der zweiten Trainingssitzung machte das Auto Zicken. "Wir waren nirgendwo. Kein Grip vorne, keiner hinten. Das Heck hatte null Stabilität. Kurve 8 ist für uns noch eine echte Herausforderung. Die geht selbst im Qualifikationstrim nicht voll. Da habe ich im GP2-Auto mehr Grip gespürt."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg und Michael Schumacher lagen am ersten Trainingstag eng beisammen. Am Morgen war Schumacher um 0,105 Sekunden schneller, am Nachmittag schlug Rosberg mit dem unbedeutenden Vorsprung von 0,060 Sekunden zurück. Den Tag bestimmten Aerodynamikexperimente, wobei vor allem im Bereich des F-Schachts experimentiert wurde. Da bei Rosberg zu Beginn des Trainings noch der Heckflügel getauscht wurde, gingen 23 Minuten ungenutzt ins Land. Rosberg verwies auf die Datenauswertung: "Es gibt im Bereich der Aerodynamik immer noch eine Menge Fragezeichen. Die neuen Entwicklungen sind sehr komplex."

Beim zweiten Auftritt des Autos mit dem langen Radstand fühlte sich Rosberg bedeutend wohler als in Barcelona. "Das war ein einmaliger Ausrutscher", glaubt Rosberg. Auch Barcelona sei nicht so schlimm gewesen, wie es von außen ausgesehen hat. "Wir haben einfach zu lange gebraucht, bis wir das Setup gefunden haben. Am Schluss stimmte die Richtung. Wir konnten die Lösung nur nicht mehr optimieren."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil brauchte am Freitag nicht viel sagen. Sein Abflug im ersten Freien Training sprach für sich. "Der Abflug war mein Fehler", gibt er zu. "Ich hatte sehr viel Untersteuern und bin zu weit auf den Kerb raus gekommen und dann in die Wand gefahren. Ein Glück war nicht so viel kaputt."

Sutils Mechaniker gaben ihr Bestes und richteten den Force India zum Nachmittagstraining wieder her. Allerdings mit einer halben Stunde Verspätung. Trotzdem konnte Sutil die Zeit noch nutzen, den F-Schacht weiter zu testen. "Es war heute ein schwieriger Tag für uns", meinte der Wahlschweizer. "Wir haben den F-Schacht ausprobiert, aber es gibt noch viel darüber zu lernen. Aller Anfang ist schwer."

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher am Freitag erlebt hat, lesen Sie hier:

>> Michael Schumacher kann Leistung nicht einordnen

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