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Formel 1-Gebühren 2015

Punkterekord kostet Mercedes 4 Millionen Euro

Mercedes bekommt die Quittung für den souveränen WM-Titel in Form einer Rekord-Rechnung von der FIA. Der Weltmeister muss für die F1-Lizenz 2015 fast doppelt so viel an Gebühren bezahlen wie das zweitplatzierte Red Bull-Team. Wir haben nachgerechnet.

Nichts in der Formel 1-Welt ist umsonst. Vor allem die erfolgreichen Teams müssen tief in die Tasche greifen. Für eine Saison kalkulieren die Top-Teams mit Budgets von mehr als 200 Millionen Euro. Am Ende des Jahres kommt von der FIA noch einmal eine saftige Rechnung ins Haus geflattert. Jeder Rennstall muss Grand Prix-Gebühren für die kommende Saison abdrücken, und das nicht zu knapp.

Erfolgsabhängige Gebühren für F1-Lizenz

Für die Durchführung der Rennen und die Sicherheitsmaßnahmen an der Strecke verlangt der Weltverband FIA einen jährlichen Obolus. Die Fahrerlaubnis für die Teams wird regelmäßig ein wenig teurer. Für die Saison 2014 waren als Basis-Betrag noch 508.000 US-Dollar (430.000 Euro) angesetzt. Mittlerweile sind 516.128 Dollar (437.000 Euro) fällig.

Das ist allerdings nur der Grundbetrag. Dazu kommen noch punkteabhängige Gebühren, die ebenfalls im vergangenen Jahr gestiegen sind - von 5.080 Dollar (4.300 Euro) auf 5.161 Dollar (4.370 Euro). Der Anstieg klingt wenig, allerdings läppert sich da im Laufe einer Saison Einiges zusammen. Die doppelten Punkte in Abu Dhabi ließen es in der FIA-Kasse noch einmal richtig klingeln.

Mercedes bezahlt Rekordgebühr von 4,1 Millionen Euro

Das Weltmeisterteam muss laut Gebührenkatalog (Anhang 7 im sportlichen Reglement) besonders bluten. Bei Mercedes stehen für jeden WM-Punkt nicht 5.161 Dollar sondern 6.194 Dollar (5.244 Euro) in der Rechnung. Im Vorjahr waren es noch knapp 100 Dollar weniger für den Champion. Rechnet man die einzelnen Beträge zusammen, muss das Silberpfeil-Team wegen der Rekordsaison mit 701 WM-Punkten insgesamt 4.858.122 Dollar bezahlen.

Der im vergangenen Halbjahr stark gestiegene Dollar sorgt für eine zusätzliche Belastung des Teamkontos. Mercedes kommt somit nach dem aktuellen Kurs auf eine Summe von 4.113.550 Euro für die F1-Lizenz 2015. Der Ärger bei den Silberpfeilen wird sich allerdings in Grenzen halten. Der Erhöhung der Gebühren steht auch eine Erhöhung der Einnahmen gegenüber. Für den Vize-Titel 2013 bekam man noch 74 Millionen Euro aus der Schatulle von Bernie Ecclestone. Für den Titel gibt es nun satte 102 Millionen Euro.

Für Vizemeister Red Bull sinken entsprechend Einnahmen und Ausgaben. Der WM-Zweite kommt mit 405 WM-Zählern und dem reduziertem Punktesatz auf Lizenzgebühren von "nur" 2,6 Millionen US-Dollar, was nach aktuellem Kurs 2,2 Millionen Euro entspricht.

Sauber bezahlt nur die Grundgebühr

Sauber muss am wenigstens bezahlen. Für das punktlose Team wird nur die Basisgebühr in Höhe von 516.128 Dollar angesetzt. Da Marussia und Caterham 2015 (wohl) nicht antreten werden, müssen sie natürlich auch keine Gebühren für die Lizenz bezahlen. Durch die Pleiten fehlt der FIA rund eine Million Dollar in der Kasse. Insgesamt kommt für die 9 verbleibenden Teams aber immer noch eine Gesamtsumme von 15,7 Millionen Dollar (13,2 Mio. Euro) auf das Konto des Weltverbands.

In der kommenden Saison gibt es zwar keine doppelten WM-Punkte beim WM-Finale, dafür steht ein Rennen mehr im Kalender als noch 2014. Außerdem steht mit Haas F1 schon ein 10. Team für 2016 in den Startlöchern. Die FIA muss sich als auch in der Zukunft um die Finanzierung der Formel 1 keine Sorgen machen.

Hier die Liste mit den Gebühren aller Teams:

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Kopieren gehört in der Formel 1 zum Handwerk.

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